Anonymität: Tails 3.0 nur für 64-Bit-Systeme ist erschienen

Tails wagt den Schritt und beendet wie angekündigt die 32-Bit-Unterstützung. Ansonsten hat das Projektteam vor allem an der Nutzerfreundlichkeit des Betriebssystems gearbeitet.

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Tails ist in Version 3.0 erschienen.
Tails ist in Version 3.0 erschienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die auf anonyme Nutzung spezialisierte Linux-Distribution Tails ist in Version 3.0 erschienen. Wie bereits im Frühling angekündigt, gibt es eine drastische Änderung, denn das Tails-Team beendet die Unterstützung für 32-Bit-Systeme. Ansonsten basiert Tails auf der Debian-Version 9.0 (Stretch), die offiziell am 17. Juni erscheinen wird, und bringt einige optische Änderungen mit sich.

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So wurde der Einrichtungsprozess Tails Greeter überarbeitet, um alle wichtigen Einstellungen auf nur einer Seite vornehmen zu können. Bereits vom Start weg können nun die Funktionen für erleichterte Bedienung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie etwa eine Bildschirmlupe, aktiviert werden. Auch die grafische Benutzeroberfläche wurde angepasst, als Standardansicht wird nun das schwarze Theme von Gnome verwendet, weil dies übersichtlicher sei. Auch die Ansicht des Dateimanagers soll jetzt besser nutzbar sein.

Mehr Sicherheit durch 64 Bit

Der Umstieg auf alleinige 64-Bit-Unterstützung bedeutet nicht nur weniger Anpassungsarbeit für ältere Systeme, sondern ermöglicht auch die systemweite Umsetzung verschiedener Sicherheitskonzepte. So ist die NX-Bit-Technologie jetzt verpflichtend aktiviert. Mit der Technik können bestimmte Speicherbereiche als entweder ausführbar oder nicht ausführbar definiert werden, damit soll die Ausführung von Malware unterbunden werden. Speicherfehler sollen außerdem über Position-Independent-Code (PIE) und ASLR-Unterstützung (Adress Space Layout Randomization) für die meisten Programme verhindert werden.

Beseitigt wurden einige Fehler, insbesondere Probleme mit dem UEFI-Boot auf Lenovos Thinkpad X220, und Probleme mit dem Spoofing von Mac-Adressen auf bestimmten TP-Link-Adaptern. Der integrierte X.Org-Grafikserver soll zudem auch von neuerer Grafikhardware unterstützt werden. Die vorinstallierte Software wurde ebenfalls auf den aktuellen Stand gebracht, so ist etwa der Tor-Browser in Version 7.0 enthalten, der erstmals die Multiprozess-Architektur von Firefox unterstützt.

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Es gibt offenbar noch Probleme auf "einigen Computern mit Intel-Grafikchips", es gibt jedoch einen Workaround. In kommenden Versionen von Tails sollen zusätzliche Security und Features hinzugefügt werden, insbesondere Reproducible-Builds, dauerhafte Tor-Entry-Guards und bessere Entropie.

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zidanex 14. Jun 2017

Das Ganze als VM, die originale Installation sichern, vor jedem Start das Original...

teleborian 14. Jun 2017

Diese Systemnahen Sicherheitsfeatures in normalen Linux Systemen nicht aktiv?



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