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Anonymisierungsprojekt: Darf ein Ex-Geheimdienstler für Tor arbeiten?

Wie umgehen mit Ex-Geheimdienstmitarbeitern in Open-Source-Projekten? Darüber mussten sich Mitarbeiter des Tor-Projektes klarwerden, nachdem ein Ex-CIA-Mitarbeiter eingestellt wurde. Ein Mitarbeiter schrieb in der Diskussion, er habe den Irakkrieg beendet.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Tor-Projekt diskutierte, ob ein Ex-CIA-Mitarbeiter für das Projekt arbeiten durfte oder nicht.
Das Tor-Projekt diskutierte, ob ein Ex-CIA-Mitarbeiter für das Projekt arbeiten durfte oder nicht. (Bild: Tor Project/CC-BY-SA 3.0)

Das Torprojekt hat offenbar einen Ex-CIA-Mitarbeiter beschäftigt, wie vor kurzem bekanntgewordene Chatlogs zeigen. Die Logdateien sollen aus dem internen Chatkanal des Torprojekts stammen. Motherboard berichtet, die Informationen hätten als echt verifiziert werden können. In dem Chat geht es auch um die große Abhängigkeit von US-Regierungsgeldern, für die Tor in der Kritik steht.

Inhalt:
  1. Anonymisierungsprojekt: Darf ein Ex-Geheimdienstler für Tor arbeiten?
  2. DaveC1 sah CIA-Tätigkeit nicht als Problem an

Das Protokoll des mehrstündigen Chats wurde auf Pastebin veröffentlicht. Darin diskutieren verschiedene Tor-Mitarbeiter, von denen einige mittlerweile nicht mehr für das Projekt tätig sind, über die Tatsache, dass ein neuer Mitarbeiter des Projektes zuvor bei dem US-Geheimdienst CIA beschäftigt war.

Es wird zur Diskussion gestellt, ob der mit dem Pseudonym DaveC1 bezeichnete Ex-CIA-Mitarbeiter unter den gegebenen Bedingungen weiter für Tor arbeiten könne oder nicht. Die Tätigkeit für die CIA soll dem Projekt bei Abschluss des Vertrages noch nicht bekannt gewesen sein, im Lebenslauf des Mitarbeiters sei das US-Außenministerium als letzter Arbeitgeber angegeben worden.

Geheimdienstler bei Open-Source-Projekten

Unter anderem sind die Mitarbeiter sich nicht einig, ob sie mit der Information an die Öffentlichkeit gehen sollten. Sie entscheiden sich letztlich dagegen, auch wenn einige dafür sind, weil so ein Zeichen gesetzt werden könne, dass Aussteiger aus dem Sicherheitsapparat bei Open-Source-Projekten ihre Fähigkeiten zum Wohle der Allgemeinheit nutzen könnten.

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Andere befürchten, dass ehemalige Geheimdienstmitarbeiter in den Reihen des Projektes einerseits die Reputation vor allem im Ausland beschädigen könnten, andererseits das Leben von Mitarbeitern und Freiwilligen des Tor-Projektes in autoritären Ländern gefährdet werden könnte.

Diskutiert wird dabei, die Informationen entweder in einem Artikel auf dem Blog Boingboing zu platzieren oder exklusiv an Wikileaks zu geben. Einige geben zu bedenken, dass eine solch große Gruppe die Informationen ohnehin kaum geheim halten könne und plädieren daher für eine schnelle Offenlegung.

DaveC1 sah CIA-Tätigkeit nicht als Problem an 
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honk 28. Jun 2016

gäbe es sichere anonyme VPN, bräuchte man kein TOR. Wenn man davon ausgeht, das TOR...

b1nary 27. Jun 2016

kwt

Pjörn 27. Jun 2016

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/12/Powell-anthrax-vial.jpg [ Lie After...


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