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Firefox möglicherweise bald mit Tor-Modus
Firefox möglicherweise bald mit Tor-Modus (Bild: Tor-Browser/Screenshot: Golem.de)

Ein verstecktes Internet, das neu bevölkert werden könnte

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Wohl auch deshalb hat das Tor-Projekt im August einen Sonderbeauftragten gesucht, der Website-Betreiber dazu bringt, Tor-Traffic zu akzeptieren. Zum Beispiel ist es bislang nicht möglich, einen Wikipedia-Eintrag zu editieren, wenn man mit dem Tor-Browser auf die Seite zugreift, und auch Google zickt in solchen Fällen hin und wieder. So etwas würde die massenhafte Nutzung von Tor natürlich direkt wieder ausbremsen.

Ein drastisch vergrößertes Tor-Netzwerk hätte noch etwas anderes zur Folge: Die sogenannten Hidden Services wären keine Nischenangebote mehr, sondern könnten mit sehr viel mehr Besuchern rechnen. Hidden Services sind Websites, die nur innerhalb des Tor-Netzwerks aufgerufen werden können. Ohne Tor-Browser lassen sie sich nicht laden. "Hidden" - also versteckt - sind sie, weil das Tor-Netzwerk die Herkunft der Seite, den Standort des Servers verschleiert. Das Einrichten von Hidden Services soll einfacher werden

Die bekanntesten Hidden Services sind Handelsplattformen vor allem für Drogen, wie etwa Silk Road. Der berüchtigte Schwarzmarkt konnte nur deshalb vom FBI geschlossen werden, weil der Betreiber einen Fehler im "normalen" Internet (Clearnet) gemacht hat, der den Ermittlern einen Hinweis auf seine Identität gab. Aber längst nicht alles im Tor-Netzwerk ist illegal oder anstößig. Es gibt dort auch Blogs und Nachrichtenseiten, die unzensierbar sind und sich auch aus Ländern erreichen lassen, in denen der Zugang zu Onlinemedien eigentlich blockiert wird.

500 Millionen potenzielle Besucher wären auch 500 Millionen potenzielle Betreiber von Hidden Services. Deren Einrichtung ist zwar noch komplex, soll aber mit einem neuen Werkzeug des Tor-Projekts zumindest etwas einfacher werden. Dieses Werkzeug heißt Stormy und soll noch im Herbst veröffentlicht werden.

Eine "Kolonialisierung" des Tor-Netzwerks, auch Deep Web oder Dark Web genannt, könnte folgen. Noch ist es ein chaotischer, anarchischer und optisch meist wenig ansprechender Raum, nicht so durchkommerzialisiert und auf vollständiges Tracking seiner Nutzer ausgerichtet wie das Clearnet. Anders gesagt: Es ist wie das Internet in seinen jungen Jahren.

 Anonymisierung: Tor könnte bald in jedem Firefox-Browser stecken

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crmsnrzl 06. Okt 2014

Stimmt, und damit haben die "Stördaten" nicht nur nichts davon, mit etwas Pech pissen...

Korashen 04. Okt 2014

Pass auf, verstehen tu ich deine Aussage, klar, aber ... ich hab doch schon zu viel in...

Bosancero 04. Okt 2014

So geht das nicht! Ab hier gibts dann keine Demokratie und Mozilla wird eben platt gemacht!

Rulf 04. Okt 2014

es ist doch ganz einfach: der standart-user oder auch otto-normal-dau klick generell bei...

Rulf 04. Okt 2014

ist für mich ein klares indiz, daß es den geheimdiensten endlich gelungen ist, tor...



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