Abo
  • Services:

Anonymisierung: Kleiner Tor-Router für 51 US-Dollar

Ein neues Kickstarter-Projekt soll den Umgang mit dem Tor-Netzwerk vereinfachen. Für 51 US-Dollar soll ab Januar 2015 ein kleiner WLAN-Router mit OpenWRT erhältlich sein, der kaum Konfiguration benötigt. Dafür gibt es aber nur recht schwache Netzwerkfunktionen.

Artikel veröffentlicht am ,
Anonymisierung: Kleiner Tor-Router für 51 US-Dollar
(Bild: Anonabox.com)

Anonymisierung im Internet soll das Geräts erreichen, das dementsprechend Anonabox heißt und per Kickstarter finanziert werden soll. Das Ziel der Kampagne von 7.500 US-Dollar ist schon erfüllt, derzeit sind bereits über 191.000 US-Dollar zusammengekommen. Eine Beteiligung ist noch bis zum 12. November 2014 möglich.

Stellenmarkt
  1. ENERCON GmbH, Aurich
  2. alanta health group GmbH, Hamburg

Die Anonabox mit nur 6 x 4 Zentimetern Grundfläche soll besonders einfach zu bedienen sein. Mit einer der möglichen Optionen zur Teilnahme an dem Kickstarter-Projekt lässt sich die SSID des WLANs eintragen, so dass nur noch Netzwerkkabel und Strom per Micro-USB angeschlossen werden müssen. Dabei muss aber den voreingestellten Exit-Nodes für das Tor-Netz vertraut werden, diese lassen sich aber ändern. Das funktioniert jedoch laut den bisherigen Dokumentationen nur über eine Shell, eine grafische Benutzeroberfläche hat die Anonabox nicht.

Das Konzept ähnelt schon erhältlichen Tor-Routern wie dem Onion Pi, die aber teurer sind und mehr Handarbeit erfordern: Die Anonabox sitzt zwischen dem Router und dem Heimnetzwerk. Das WLAN des bestehenden Routers schaltet man ab, und stellt alle Verbindungen der Clients nur noch über die Box her. Die hat dafür einen Fast-Ethernet-Port sowie 2,4-GHz-WLAN nach 802.11n mit maximal 150 MBit/s. Das ist auch für einen 50-Euro-Router heute mager, die Zahl der Ethernet-Ports lässt sich immerhin noch mit einem Switch erweitern.

Die Anonabox basiert auf dem Mediatek-SoC MT7620, das mit einem MIPS-Kern bei 580 MHz arbeitet. Laut dem Datenblatt (PDF) des Chips bedingt er auch, dass nur zwei Antennen und damit 150 MBit/s möglich sind. Externe Antennen sind, anders als bei anderen derartigen Konzepten, nicht vorgesehen. Für das Tor-Routing auch mit mehreren Clients soll der Baustein aber schnell genug arbeiten, verspricht das kalifornische Unternehmen, das hinter der Anonabox steht.

Als Betriebssystem dient das Open-Source-Projekt OpenWRT. Die Quelltexte zur Anonabox sind auf einer Webseite des Unternehmens veröffentlicht, dort ist auch das noch recht leere Entwicklerforum verlinkt. Eigene Erweiterungen sind ausdrücklich erwünscht. In den Daten zu den Spezifikationen des Geräts sind als WLAN-Verschlüsselung bisher maximal WPA angegeben - nicht WPA2. Sollte das kein Fehler sein, so wäre das drahtlose Netz der Anonabox nur sehr schlecht geschützt, denn WPA gilt seit langem als unsicher.

Das günstigste Angebot zur Vorfinanzierung der ersten Serie der kleinen Tor-Router mit 45 US-Dollar ist bereits ausverkauft, ab 51 US-Dollar kann die Box aber noch bestellt werden. Für 250 US-Dollar gibt es fünf Router, und für 495 US-Dollar zehn Geräte. Der Hersteller denkt laut den Beschreibungen bei Kickstarter auch daran, dass man die Router an Freunde verschenken könnte. Die sollten dann aber auf die allgmeinen Risiken von Tor aufmerksam gemacht werden, denn Geheimdienste sollen Tor-Nutzer gezielt überwachen. Im Januar 2015 sollen die Anonaboxen ausgeliefert werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Corsair CX750 für 64,90€ + Versand)
  2. 9,99€ (mtl., monatlich kündbar)
  3. 229,99€
  4. ab 19,99€

Jolla 21. Okt 2014

Echt? Nur ich? Wahnsinn wieviele Leute du schon befragt haben musst.

MarioWario 14. Okt 2014

Immerhin ist alles OpenSource und OpenHardware - ein Ansatz der beispielsweise bei...

tibrob 14. Okt 2014

Freenet ist eigentlich ein Witz und gefühlt zu 99% nur eine Sammlung von KiPo, Drogen und...

Anonymer Nutzer 14. Okt 2014

Da wollen sich wohl wieder ein paar Amis ein paar goldene Zähne mit Dingen verdienen, die...

Abdiel 14. Okt 2014

Puh, ich hatte schon Angst, mir wäre da was entgangen... Und viele Grüße vom "PC Player...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9380) - Test

Das aktuelle XPS 13 entspricht vom Gehäuse her dem Vorgänger, allerdings sitzt die Webcam nun oberhalb des Displays und vor dem matten Panel befindet sich keine spiegelnde Scheibe mehr. Zudem fallen CPU-Geschwindigkeit und Akkulaufzeit höher aus.

Dell XPS 13 (9380) - Test Video aufrufen
Falcon Heavy: Beim zweiten Mal wird alles besser
Falcon Heavy
Beim zweiten Mal wird alles besser

Die größte Rakete der Welt fliegt wieder. Diesmal mit voller Leistung, einem Satelliten und einer gelungenen Landung im Meer. Die Marktbedingungen sind für die Schwerlastrakete Falcon Heavy in nächster Zeit allerdings eher schlecht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer und dpa

  1. SpaceX Raketenstufe nach erfolgreicher Landung umgekippt
  2. Raumfahrt SpaceX zündet erstmals das Triebwerk des Starhoppers
  3. Raumfahrt SpaceX - Die Rückkehr des Drachen

Elektromobilität: Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?
Elektromobilität
Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?

Veteranen der deutschen Autoindustrie wollen mit Canoo den Fahrzeugbau und den Vertrieb revolutionieren. Zunächst scheitern die großen Köpfe aber an den kleinen Hürden der Startupwelt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. EU Unfall-Fahrtenschreiber in Autos ab 2022 Pflicht
  2. Verkehrssenatorin Fahrverbot für Autos in Berlin gefordert
  3. Ventomobil Mit dem Windrad auf Rekordjagd

TES Blades im Test: Tolles Tamriel trollt
TES Blades im Test
Tolles Tamriel trollt

In jedem The Elder Scrolls verbringe ich viel Zeit in Tamriel, in TES Blades allerdings am Smartphone statt am PC oder an der Konsole. Mich überzeugen Atmosphäre und Kämpfe des Rollenspiels; der Aufbau der Stadt und der Charakter-Fortschritt aber werden geblockt durch kostspielige Trolle.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades startet in den Early Access
  2. Bethesda The Elder Scrolls 6 erscheint für nächste Konsolengeneration

    •  /