Abo
  • Services:
Anzeige
Bitcoin-Transaktionen sollen künftig über das Tor-Netzwerk geleitet werden.
Bitcoin-Transaktionen sollen künftig über das Tor-Netzwerk geleitet werden. (Bild: Philippe Lopez/AFP)

Anonymisierung: Bitcoin-Protokoll künftig über Tor

Die nächste Java-basierte Version der Bitcoin-Software soll über das Tor-Netzwerk kommunizieren. Damit soll die Nutzung von Bitcoin-Apps etwa in ungesicherten Netzwerken anonymisiert werden.

Anzeige

Bislang werden Bitcoin-Transaktionen unverschlüsselt zwischen Wallet-Apps und Nodes gesendet. Vor allem in ungesicherten Netzwerken können Angreifer die IP-Adresse des Absenders einer Transaktion ausfindig machen. Deshalb hat Bitcoin-Entwickler Mike Hearn die Java-basierte Client-Software Bitcoinj so erweitert, dass Transaktionen künftig über das Anonymisierungsnetzwerk Tor geleitet werden. Einige Apps wie Electrum setzen bereits das Tor-Netzwerk ein. Wenn es in der Kernsoftware Bitcoinj umgesetzt wird, könnten dann weitere Apps davon Gebrauch machen, die auf Bitcoinj setzen. Bitcoinj dient als Basis für zahlreiche Apps, darunter der Android Wallet, Multibit oder Hive.

Mit der Implementierung des Tor-Netzwerks sollen Transaktionen dann über drei Tor-Knoten geschickt werden, bevor sie an einen Bitcoin-Knoten weitergeleitet werden. Damit will Hearns auch einer weiteren potenziellen Gefahr begegnen: Gegenwärtig könnten Angreifer das gesamte Bitcoin-Netzwerk vortäuschen und so Bitcoin-Transaktionen fingieren.

Schwachstelle Bloomfilter

Die Bitcoin-Entwickler diskutieren bereits über eine weitere Funktion, die potenziell zu viel über einen Bitcoin-Benutzer verrät. Um die Synchronisierung mit dem Blockchain effizienter zu machen, haben die Bitcoin-Entwickler Anfang 2013 die sogenannten Bloomfilter in Bitcoinj eingeführt. Damit sollen nur die Transaktionen an eine Wallet-Software gesendet werden, die für den jeweiligen Benutzer relevant sind. Nebenbei soll damit auch das Bitcoin-Netzwerk entlastet werden. Dazu müssen aber Informationen gesammelt werden, die einen Anwender und seine Gegenstellen unter Umständen genau identifizieren können. Damit lässt sich beispielsweise ein Muster erstellen, wohin und wie häufig Bitcoins transferiert werden. Anwender können gegenwärtig nur eine hohe False-Positiv-Rate in ihrer Bitcoin-Software einstellen, um die Menge an möglicherweise relevanten Transaktionen zu erhöhen und so die Mustererkennung zu erschweren.

Der Einsatz der Bloomfilter wurde mehrfach kritisiert. Unter anderem sei es möglich, Rechner mit Angriffen auf die Bloomfilter in Client-Software lahmzulegen. Mehrere Entwickler haben sich deshalb in dem Projekt Dark Wallet zusammengetan. In ihrer Wallet-Software soll es keine Bloomfilter geben. Dark Wallet soll als Plugin für Firefox und Chrome zur Verfügung stehen.

In den nächsten Versionen sollen die Bloomfilter in der Bitcoin-Software nochmals angepasst werden, damit weniger Informationen eines Anwenders gesammelt werden, sagte Hearns dem Magazin Forbes. Die Implementierung des Tor-Netzwerks sorge aber ebenfalls für mehr Anonymität. Eine umfassende Garantie für eine vollständig private Übermittlung von Bitcoin-Transaktionen gebe es aber nicht. Allein schon deswegen, weil jede Transaktion in der öffentlich zugänglichen Blockchain registriert wird.


eye home zur Startseite
Hu5eL 07. Mär 2014

Bei dem Gedanken kann ich aktuell leider nur zustimmen :-(



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Dortmund
  2. Landeshauptstadt München, München
  3. Packsize GmbH, Herford (Home-Office)
  4. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Bad Homburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Caseking
  2. 24,04€
  3. 17,82€+ 3€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. MacOS High Sierra

    MacOS-Keychain kann per App ausgelesen werden

  2. Sendersuchlauf

    Unitymedia erstattet Kunden die Kosten für Fernsehtechniker

  3. Spielebranche

    US-Synchronsprecher bekommen mehr Geld und Transparenz

  4. Ignite 2017

    Microsoft 365 kommt auch für Schüler und Fabrikarbeiter

  5. Lego Boost im Test

    Jede Menge Bastelspaß für eine kleine Zielgruppe

  6. Platooning

    Daimler fährt in den USA mit Lkw im autonomen Konvoi

  7. Suchmaschine

    Apple stellt Siri auf Google um

  8. Gruppenchat

    Skype for Business wird durch Microsoft Teams ersetzt

  9. Teardown

    iFixit findet größeren Akku in Apple Watch Series 3

  10. Coffee Lake

    Intel verkauft sechs Kerne für unter 200 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Galaxy Note 8 im Test: Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
Galaxy Note 8 im Test
Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
  1. Galaxy S8 und Note 8 Bixby-Button lässt sich teilweise deaktivieren
  2. Videos Youtube bringt HDR auf Smartphones
  3. Galaxy Note 8 im Hands on Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe

  1. Re: Fehlt noch Amazon, dann ist alles gut!

    WalterWhite | 11:26

  2. Re: "quetscht sich ein auto in die kolonne..."

    Akiba | 11:25

  3. nicht zu fassen ...

    atarixle | 11:22

  4. Uns gefällt, dass Lego bei Boost nicht nur die...

    Lagganmhouillin | 11:22

  5. Re: Blödes Topic von Golem

    Jürgen Troll | 11:19


  1. 11:00

  2. 10:45

  3. 10:39

  4. 10:30

  5. 09:44

  6. 09:11

  7. 08:57

  8. 07:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel