WLAN-Access-Point einrichten
Dem WLAN-Adapter muss jetzt eine statische IP-Adresse zugewiesen werden. Zunächst sollte sichergestellt werden, dass der Netzwerkadapter nicht läuft. Er kann mit sudo ifdown wlan0 deaktiviert werden. In der Konfigurationsdatei /etc/network/interfaces.default wird die IP-Adresse mit folgenden Zeilen festgelegt:
iface wlan0 inet static
address 192.168.42.1
netmask 255.255.255.0
Nach jedem Neustart geschieht jetzt die Vergabe der statischen IP-Adresse automatisch. Mit ifconfig wlan0 192.168.42.1 kann der WLAN-Netzwerkadapter auch manuell vorübergehend aktiviert werden.
Die Option allow-hotplug wlan0, die viele Anleitungen im Internet zusätzlich empfehlen, wird eigentlich nur dann benötigt, wenn der WLAN-Adapter im laufenden Betrieb ab- und wieder angesteckt wird. Auf dem Raspberry Pi kann sie sinnvoll sein, auf dem Cubox-i mit dem integrierten WLAN-Adapter ist sie unnötig.
Hostapd sorgt für WLAN-Verbindungen
Die Konfigurationsdatei /etc/hostapd.conf für den WLAN-Adapter als Access Point - sie kann auf einigen Installationen auch im Verzeichnis /etc/hostapd/ liegen - wurde bei der Installation der entsprechenden Software Hostapd bereits automatisch generiert. Sie muss aber noch ein wenig angepasst werden. Dort sollte beispielsweise das Passwort für den Zugang zum Access Point geändert werden, das standardmäßig auf 12345678 festgelegt ist. Bei Bedarf kann auch die SSID neu vergeben werden. Alle weiteren Einstellungen können beibehalten werden. Jetzt muss Hostapd noch aufgefordert werden, die Konfigurationsdatei zu nutzen. Dazu wird die Konfigurationsdatei /etc/default/hostapd editiert. Dort muss nach dem Eintrag DAEMON_CONF= um /etc/hostapd.conf ergänzt und das vorangesetzte Rautezeichen entfernt werden.
In der Konfigurationsdatei /etc/sysctl.conf wird jetzt noch festgelegt, dass alle über WLAN eingehenden Daten an den Ethernet-Adapter des entsprechenden Geräts und von dort ins Internet weitergeleitet werden. Das geschieht über die Zeile net.ipv4.ip_forward=1, die dort mit dem Entfernen des vorangestellten Rautezeichens aktiviert wird. Mit sudo sysctl -p kann die Weiterleitung sofort aktiviert werden.
Weiterleitungen erstellen
Jetzt werden die Regeln für die Weiterleitung erstellt. Dazu müssen zunächst alle bestehenden Firewall-Einstellungen gelöscht werden. Das geschieht mit den Befehlen: iptables -F und iptables -t nat -F. Danach müssen folgende Befehle eingegeben werden:
sudo iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -j MASQUERADE
sudo iptables -A FORWARD -i eth0 -o wlan0 -m state --state RELATED,ESTABLISHED -j ACCEPT
sudo iptables -A FORWARD -i wlan0 -o eth0 -j ACCEPT
Anschließend wird die aktuelle Konfiguration der Firewall Iptables noch in eine Datei geschrieben:
sudo sh -c "iptables-save > /etc/iptables.ipv4.nat"
Damit der Inhalt der Datei automatisch bei einem Neustart eingelesen wird, muss in der Konfigurationsdatei /etc/network/interfaces.default folgender Eintrag ans Ende gesetzt werden:
up iptables-restore /etc/iptables.ipv4.nat
Tor als Proxy einrichten
Jetzt muss noch Tor so eingerichtet werden, dass es als Proxy über das WLAN verwendet werden kann. Dazu sind folgende Zeilen in der Konfigurationsdatei /etc/tor/torrc notwendig:
Log notice file /var/log/tor/notices.log
VirtualAddrNetwork 10.192.0.0/10
AutomapHostsSuffixes .onion,.exit
AutomapHostsOnResolve 1
TransPort 9040
TransListenAddress 192.168.42.1
DNSPort 53
DNSListenAddress 192.168.42.1
Die dafür benötigte Protokolldatei muss schließlich noch mit sudo touch /var/log/tor/notices.log angelegt werden. Mit chown debian-tor /var/log/tor/notices.log und chmod 644 /var/log/tor/notices.log werden ihr die entsprechenden Rechte verliehen.
Sicherheitshalber sollte jetzt noch ein Neustart des Systems erfolgen. Anschließend können sich Geräte über den neuen Access Point verbinden. Mit der Eingabe der Webadresse https://check.torproject.org im Browser kann geprüft werden, ob eine Verbindung ins Tor-Netzwerk geklappt hat.
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this wenn da steht Unique dann bist durchgefallen :D
Wobei gerade so ein Tor Middlebox auch seinen Reiz haben kann, so kann man zur Not auch...
Jedes Jahr bringt jede Zeitschrift (spon, heise, golem,...) den Artikel "wie bau ich mir...
Geht auch anders. Man besorgt sich ein VPN bei einem ausländischen Anbieter, der am...