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Klassen zwischen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel

Wir müssen also die zum Glück stets gut sichtbar am Bildschirmrand eingeblendete Arbeitslosigkeit oder einen Fachkräftemangel im Auge behalten: "Rot" bedeutet Alarm: Wichtige Güter werden nicht hergestellt und unter Umständen sinkt unser Gesamtvermögen. Bauern sind schnell herbeigezaubert, aber bis zu den möglichen weiteren Hochstufungen kann viel Zeit vergehen - wir haben beim Test tatsächlich mehrmals (halb absichtlich herbeigeführte) Pleiten erlebt, bei denen Anno ohne Vorwarnung groß "Niederlage" auf dem Bildschirm einblendet und die laufende Partie beendet.

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Auch durch den oft vorherrschenden Mangel an Arbeitskräften sind wir in Anno 1800 mehr eingespannt als in den Vorgängern. Zum Glück ist das Programm vorbildlich darin, uns auf die jeweiligen Aufgaben, auf Engpässe und Probleme hinzuweisen. Zumindest in der Kampagne gibt es getrennte Listen für die jeweils nächsten Ziele und für Hinweise auf Fehlentwicklungen sowie auf sonstige Vorgänge in der Welt.

Im Großen und Ganzen sind wir mit der Benutzerführung also einverstanden, ein paar Sachen stören uns aber doch: So ist es ziemlich mühselig, die hochstufbaren Häuser in großen Städten zu suchen. Und auch die Suche nach möglicherweise überflüssigen Bauten kann ziemlich nerven. Wenn wir etwa unsere allgemeinen Ausgaben senken und die Lagerhäuser neu anordnen wollen, ist das ziemlich anstrengend - spätestens für das nächste Anno wünschen wir uns so etwas wie die Karten-Overlays, die etwa Tropico 6 bietet.

Einsteiger möchten wir noch darauf hinweisen, dass Anno 1800 einige seiner Besonderheiten nicht so richtig gut erklärt. Wir erfahren etwa nirgends, dass Lagerhäuser auch die Funktion haben, unsere am anderen Inselende produzierten Waren überall verfügbar zu machen, oder dass das Personal offenbar ohne Zeitverzögerung trotz großer Distanzen zwischen Haus und Fabrik irgendwie immer überall ist.

Letzteres ermöglicht uns übrigens auch, sehr viel mehr als in den Vorgängern auf den Aufbau von schönen Städten zu achten - das Programm bewertet das sogar in einer eigenen Übersicht. Als schön gilt dabei unter anderem eine strikte Trennung von Wohngegenden, Industriegebieten und Erholungs- und Touristenregionen.

Um eine möglichst frühzeitige Planung zu erlauben, gibt es in 1800 übrigens einen Blaupausenmodus, mit dem wir Strukturen erst mal nur anlegen können, ohne sie tatsächlich in Auftrag zu geben. Nette Idee, die wir anfangs auch genutzt, aber später als Verkomplizierung empfunden haben. Wir haben die Blaupausen deaktiviert und notfalls auch mal einen Straßenzug wieder abgerissen.

  • Brot und andere Güter stellen wir in den typischen Wirtschaftsketten mit mehreren Produktionsbetrieben her. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Diese Übersicht zeigt uns, wie attraktiv Anno 1800 unsere Siedlung findet. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Stern zeigt eine Mini-Mission für zwischendurch an. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Kampagne können wir in drei Schwierigkeitsgraden spielen - oder alle Details selbst festlegen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Unser Segelschiff Walross in einem verbündeten Hafen (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Weltkarte ist hübsch, aber im Grunde ziemlich sinnlos. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Foto für den Zeitungsartikel haben wir selbst aufgenommen! (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Fast fertig: In der Werft bauen unsere Arbeiter ein Schiff. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • In der Lobby erstellen wir Multiplayerpartien. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Lieferreichweite von Produktionsanlagen erkennen wir durch die grüne Markierung auf Wegen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Handlung wird primär durch sprechende Köpfe erzählt. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Im Grafikmenü wählen wir Auflösung und weitere Einstellungen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
Unser Segelschiff Walross in einem verbündeten Hafen (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Für Zerstörung ganz anderer Art sorgt das Militär in Anno 1800. Nach langen Diskussionen mit der Community und intern hat Ubisoft Blue Byte nun Schiffskämpfe mit Attacken auf die Hafenanlagen, aber keine Landeinheiten in das Spiel eingebaut. Das System erinnert an das von Anno 2205, allerdings ist es etwas komplexer und nicht in separate Umgebungen ausgelagert, außerdem gibt es mehr Schiffstypen.

Wir haben das Ganze mehrfach ausprobiert und finden es recht gelungen - müssen aber auch sagen, dass uns die Gefechte längst nicht so gepackt haben wie der Aufbau in der Kampagne und im Endlosspiel. Die KI im Kampf, bei der Diplomatie und beim Handel ist solide, wirkt aber sehr berechenbar und wenig natürlich.

Die Kampagne von Anno 1800 ist im Grunde das Endlosspiel mit Zwischenaufgaben und etwas Story - nach dem Ende der Handlung können wir einfach weitermachen. Im Hauptmenü dürfen wir aber auch gleich das Endlosspiel auswählen, und das sogar mit einstellbaren Sonderwünschen und Siegbedingungen auf sechs Menüseiten.

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 Anno 1800 im Test: Super aufgebautVerfügbarkeit und Fazit 
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Khabaal 26. Apr 2019

Mhm dir ist aber schon irgendwann mal in den Sinn gekommen, dass die Zahl an Menschen...

Katharina... 25. Apr 2019

Dank 100mbit kein Problem :)

Argh 24. Apr 2019

Umstrukturierung ist das Zauberwort.

Katharina... 18. Apr 2019

Trotz meiner anfänglichen Bedenken habe ich mir Anno nun doch gekauft, weil: - mal wieder...

Prypjat 16. Apr 2019

Welches Problem? Der Epic Launcher kommt nicht in Frage, also ist das Problem schon gelöst.


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