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Anleihen: Google borgt sich in Europa Milliarden für seine KI

Google finanziert seine KI - Rechenzentren auch in Europa. Anleihen in britischen Pfund und Schweizer Franken werden heute verkauft.
/ Achim Sawall
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Rechenzentrum von Google in Mayes County, USA im August 2023 (Bild: Google)
Rechenzentrum von Google in Mayes County, USA im August 2023 Bild: Google

Google leiht sich auch in Europa Kapital in Milliardenhöhe für den KI-Ausbau. Wie die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen mit der Angelegenheit vertrauten Investor berichtet, plant die Google-Muttergesellschaft Alphabet die Ausgabe von Anleihen in US-Dollar, britischen Pfund und Schweizer Franken mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Die Laufzeiten der Pfund-Anleihen reichen von drei bis 100 Jahren, die der Schweizer Franken von drei bis 25 Jahren.

Unter den Pfund-Anleihen soll sich auch ein Bond mit der seltenen Laufzeit von 100 Jahren befinden. Vergangene Woche hatte Alphabet angekündigt, in diesem Jahr 175 bis 185 Milliarden US-Dollar für Investitionen ausgeben zu wollen und damit doppelt so viel wie 2025. Das Geld dürfte vor allem in KI-Rechenzentren investiert werden, um die stark steigende Nachfrage nach seinem KI-System Gemini zu bedienen.

Pfund- und Schweizer-Franken-Anleihen

Die Dollar-Anleihen werden sich wegen der starken Nachfrage auf insgesamt 20 Milliarden US-Dollar belaufen, gegenüber den ursprünglich erwarteten 15 Milliarden US-Dollar, heißt es vom Investor. Die Emission der Pfund- und Schweizer-Franken-Anleihen soll am 10. Februar 2026 abgeschlossen sein.

Ein mit der Transaktion von Alphabet vertrauter Banker erklärte der Financial Times, die Anleiheemission in verschiedenen Währungen sei ein Versuch des Konzerns, den Investorenkreis angesichts des enormen Kapitalbedarfs zu erweitern. "Es könnte ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entstehen, wenn man immer wieder auf den US-Dollar-Markt zurückgreife" , sagte er.

Die Emission einer hundertjährigen Anleihe im Pfund-Sterling-Markt sei kostengünstiger als im Dollar-Markt, wo die Zinsen höher seien. Eine Jahrhundertanleihe könnte für Lebensversicherungen und Pensionsfonds interessant sein.

Oracle erzielte vergangene Woche 25 Milliarden US-Dollar durch eine Anleiheemission.


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