Anleihe: Telefónica Deutschland besorgt sich 600 Millionen Euro

Die Telefónica Deutschland leiht sich Geld, und der Finanzchef betont die " äußerst solide Finanzierungsstruktur." Doch der Mobilfunkbetreiber braucht den Betrag, um demnächst fällige Schulden zu bezahlen.

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Zentrale von Telefónica Deutschland in München
Zentrale von Telefónica Deutschland in München (Bild: Telefónica)

Die Telefónica Deutschland hat über eine siebenjährige Anleihe 600 Millionen Euro erhalten. Das gab das Unternehmen am 28. Juni 2018 bekannt. Das Geld wird benötigt, um eine Anleihe zu bezahlen, die im November 2018 fällig wird. "Die Erlöse werden vor allem für Betriebsausgaben, aber auch für Investitionen verwendet. Wir nehmen hier nicht spezifisch Geld für den Netzausbau auf", sagte Telefónica-Sprecher Cornelius Rahn Golem.de auf Anfrage.

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"Mit dieser Anleihe haben wir in einem herausfordernden Marktumfeld unsere finanzielle Flexibilität zu hervorragenden Konditionen langfristig gesichert", sagte Markus Rolle, Finanzvorstand von Telefónica Deutschland. "Telefónica Deutschland verfügt damit weiterhin über eine äußerst solide Finanzierungsstruktur."

Dem Netzbetreiber wurde laut einem Bericht der Wirtschaftswoche aus der Konzernzentrale in Madrid ein Sparkurs auferlegt. Für die Infrastruktur seien im vergangenen Jahr unter eine Milliarde Euro investiert worden. Der Umsatz ging 2017 um 2,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zurück. Der Verlust stieg wegen Abschreibungen auf 381 Millionen Euro nach 176 Millionen Euro im Vorjahr. In Netztests liegt O2 trotz einigen Fortschritten weiter hinten.

Telefónica: Verkaufspläne aus Madrid dementiert

Die Wirtschaftswoche berichtete im März unter Berufung auf Telekommunikations- und Finanzkreise, dass die spanische Telefónica den Verkauf von Telefónica Deutschland erwäge. Mögliche Käufer seien in Deutschland noch nicht aktive ausländische Netzbetreiber und Finanzinvestoren. Auch ein Teilverkauf sei möglich. Die Pläne seien aber noch in einem frühen Stadium, eine Investmentbank sei noch nicht für die Telefónica auf der Suche nach einem Käufer.

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Telefónica-Konzernchef José María Álvarez-Pallete betonte jedoch, dass er weder an einen Ausstieg in Deutschland denke noch Anteile verkaufen oder sich einen Partner suchen wolle. " Deutschland ist strategisch wichtig für uns", sagte er dem Handelsblatt. "Wenn wir verkaufen wollten, hätten wir nicht 8,5 Milliarden Euro für E-Plus bezahlt." Pallete fügte hinzu: "Es ist der größte Telekommunikationsmarkt in Europa, und es ist ein stabiler und wachsender Markt. Deshalb wollen wir das Deutschland-Geschäft nicht verkaufen."

An der anstehenden Auktion von Mobilfunkfrequenzen für den 5G-Standard will sich Telefónica beteiligen, und zwar allein. "Wir haben nicht vor, uns mit irgendjemandem zusammenzuschließen", sagte Pallete. Ein möglicher Partner wäre United Internet.

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