Animierter Serienableger Tales from '85: Stranger Things im Farbenrausch
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Das Stranger-Things-Universum soll wachsen. Abseits von Film und Fernsehen geschah das mit einem Bühnenstück, mit Stranger Things: Tales from '85 gibt es nun aber auch eine neue Serie. Was manche abschrecken könnte: Es handelt sich um eine Animationsserie, die am 23. April 2026 mit zehn Folgen startet.
Es ist hier vieles anders in Hawkins – und dann auch wieder nicht. Der Serie gelingt jedoch das Kunststück, der Vorlage gerecht zu werden und dabei zwar etwas zahmer, aber nicht weniger actionreich zu erzählen.
Zwischen Staffel 2 und 3
Als Setting der Serie wählte man die Wintermonate zwischen der zweiten und dritten Staffel. Hier war der Weg zur anderen Seite verschlossen, ein Endpunkt erreicht, bevor die Story mit der dritten Staffel wieder Fahrt aufnahm. Die Monate dazwischen bieten sich an, um eine Geschichte zu erzählen, die sich in das Gesamtnarrativ einfügt, aber auch nicht infrage stellt, was danach kam.
Elfie und ihre Freunde müssen sich mit neuen Monstern auseinandersetzen. Zuerst scheint es, als kämen sie von der anderen Seite, aber sie agieren anders als Demogorgons. Sie machen Jagd auf Menschen, töten sie aber nicht, weil sie sie anderweitig brauchen. Die Kids beschließen, dass sie die Monster zur Strecke bringen werden, ohne dass Erwachsene involviert werden. Aber schon bald zeigt sich, dass die Gefahr sich immer weiter auswächst.
Keine Toten
Im Gegensatz zur Mutterserie ist Tales from '85 etwas weniger finster. Es gibt (fast) keine Toten, dennoch funktioniert der Aufbau der Gefahr, weil sich das neue Monster wie ein Graboid aus Tremors(öffnet im neuen Fenster) unter der Erde befindet und Opfer hinunterzieht.
Das ist actionreich umgesetzt, es gibt sogar mehr Kämpfe als in der Hauptserie, die allerdings etwas repetitiv sind, weil es immer wieder Elfie ist, die im letzten Moment mit ihren Kräften verhindert, dass ein Monster einen ihrer Freunde tötet.
Der Umstand, dass die Monster keine Toten hinterlassen, ist natürlich dem geschuldet, dass die Serie sich an Kids wendet. Akzeptiert man das, funktioniert die Serie auch für ein älteres Publikum. Die Figuren sind gut getroffen, charakterlich manchmal mehr als optisch.
Das Figuren-Design
Denn der Look der Figuren ist gewöhnungsbedürftig. Sie wirken teils wie Karikaturen. Sie sind jedoch sofort als die Figuren erkennbar, die sie sein sollen. Nur bei Elfie muss man Abstriche machen. Wäre nicht die Frisur, würde man sie wohl nicht erkennen.
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