Anhörung: US-Ausschuss will Google, Facebook und Amazon zerschlagen

In einer Anhörung werden die Chefs von Amazon, Apple, Facebook und Google von Trumps Regierungspartei und den Demokraten massiv angegriffen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Chefs der Tech-Konzerne waren in der Videokonferenz.
Die Chefs der Tech-Konzerne waren in der Videokonferenz. (Bild: MANDEL NGAN/AFP via Getty Images/Justin Sullivan/Getty Images/VALERIE MACON/AFP via Getty Images/Abdulhamid Hosbas/Anadolu Agency via Getty Images/Business Inside)

Bei einer mehr als fünfstündigen Anhörung in einem Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses haben Demokraten die Marktmacht von Amazon, Apple, Facebook und Google angegriffen. Die Republikaner wollen eher politische Gegner in der Wirtschaft ausschalten.

Inhalt:
  1. Anhörung: US-Ausschuss will Google, Facebook und Amazon zerschlagen
  2. Zuckerbergs Äußerungen könnten wettbewerbsrechtlich relevant sein

Die Anhörung habe ihn überzeugt, dass diese Unternehmen in ihrer heutigen Form eine "Monopol-Macht" besäßen, sagte der Vorsitzende des Unterausschusses für Wettbewerb und Wirtschaftsrecht, David Cicilline (Demokraten). "Einige sollten zerschlagen werden, andere muss man angemessen regulieren." Ihre Kontrolle über den Markt erlaube es ihnen, Wettbewerb zu unterdrücken. "Das muss ein Ende haben." Der zum Justizausschuss gehörende Unterausschuss wird nun einen Bericht mit Empfehlungen verfassen.

Bei den Fragen der Abgeordneten der Demokraten ging es vor allem um den Vorwurf des unfairen Wettbewerbs gegen Konkurrenten. Republikaner im Ausschuss nutzten die Zeit hingegen, um erneut anzuprangern, dass Online-Unternehmen konservative Ansichten unterdrückten.

Das behauptet unter anderem US-Präsident Donald Trump immer wieder, der in den international aufgestellten Tech-Konzernen Gegner sieht, die er ausschalten will. Er drohte bei Twitter, mit Präsidenten-Verfügungen gegen die Tech-Konzerne vorzugehen, sollte der Kongress nicht hart genug eingreifen.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (m/w/d) First-Level-Support
    Stadtwerke Emmendingen GmbH, Emmendingen
  2. Product Owner Microsoft Dynamics NAV (m/f/d)
    Autodoc AG, Berlin, Moldawien, Ukraine, Polen, Tschechische Republik (Home-Office)
Detailsuche

Trump hatte im Juni bei Twitter ein Video geteilt, in dem einer seiner Anhänger in der Villages Community in Florida bei einem Aufeinandertreffen mit Gegnern des Präsidenten wiederholt die Nazi-Parole "White Power" rief. "Danke an die Superbewohner der 'Villages'", kommentierte Trump den Retweet, den er nach über drei Stunden jedoch wieder löschte.

US-Anhörung: Mails im Spam-Ordner

Bei der Anhörung wurde Google-Chef Sundar Pichai von dem republikanischen Abgeordneten Greg Steube unter anderem gefragt, warum seine Wahlkampf-Mails bei seinem Vater automatisch im Gmail-Spam-Ordner landeten. Der Abgeordnete Jim Jordan forderte von Pichai Zusicherungen, dass der Internet-Konzern nicht dem demokratischen Präsidentschaftsanwärter Joe Biden helfen werde.

Die Demokraten setzten in einer Fragerunde vor allem die Chefs von Facebook und Amazon, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos, unter Druck. So bekam Bezos viele Fragen dazu, ob Amazon Daten von Händlern nutze, die Waren auf der Plattform des Konzerns verkaufen, um ihnen mit eigenen Angeboten Konkurrenz zu machen. Der Amazon-Chef sagte, es gebe zwar interne Vorschriften dagegen, er könne aber nicht garantieren, dass sie nie verletzt worden seien. Auch den anderen Unternehmen wurde vorgeworfen, Daten aktiver Anbieter auf ihrer Plattform zum eigenen Vorteil zu verwenden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Zuckerbergs Äußerungen könnten wettbewerbsrechtlich relevant sein 
  1. 1
  2. 2
  3.  


ptepic 05. Aug 2020

...denn er will die ganzen Konzerne ja "ausschalten". Dann soll er sie konsequenterweise...

gadthrawn 03. Aug 2020

Oh, er würde genauso demokratisch gewählt wie alle Präsis vor ihm. In einem System aus...

plazer 31. Jul 2020

Meine erste Handlung damals als, FB WhatsApp gekauft hatte, war gleich nach dem Wecker...

gadthrawn 31. Jul 2020

Softmaker Office ist im Test häufig das kompatibelste zu anderen Office Produkten... Und...

Gokux 31. Jul 2020

Spannend. Ich habe jetzt mal paar andere noch gefragt und die haben auch alle 0 Videos zu...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Giga Factory Berlin
Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste

Tesla kann die Milliarde Euro Förderung für die Akkufabrik Grünheide nicht beantragen - weil es sonst zu Verzögerungen beim Einsatz neuer Technik käme.

Giga Factory Berlin: Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste
Artikel
  1. Nachhaltigkeit: Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner
    Nachhaltigkeit
    Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner

    Kawasaki will elektrische Antriebe für seine Fahrzeuge entwickeln, 2022 sollen drei Elektromotorräder erscheinen.

  2. Black Friday 2021 - Deals am Cyber Monday bei Amazon & Co.
     
    Black Friday 2021 - Deals am Cyber Monday bei Amazon & Co.

    Nach gut drei Wochen voller Rabatte und Schnäppchen endet heute Abend mit dem Cyber Monday die Black Friday Woche.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Doppelbildschirm: Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg
    Doppelbildschirm
    Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg

    Das Kickstarter-Projekt Slidenjoy kann nach 6 Jahren seinen Doppelbildschirm Slide für Notebooks ausliefern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • WD Blue SN550 2 TB ab 149€ • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops • Cooler Master V850 Platinum 189,90€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /