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Angst vor Überwachung: Private Cloud-Dienste sind in Deutschland nicht beliebt

Wegen Bedenken zu Datensicherheit und Datenschutz wird die Cloud in Deutschland oft nicht genutzt. Bei den 16- bis 24-Jährigen verwenden 33 Prozent Cloud-Speicher. Im europäischen Vergleich liegt die Altersgruppe damit auf Platz 20.
/ Achim Sawall
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AcerCloud App (Bild: Pichi Chuang/Reuters)
AcerCloud App Bild: Pichi Chuang/Reuters

Deutsche Nutzer sind bei Cloud-Diensten im europäischen Vergleich eher vorsichtig. Das ergab eine Auswertung des IT-Branchenverbands Bitkom vom 13. Januar 2015(öffnet im neuen Fenster), der sich auf Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat beruft. Für den Vergleich seien Menschen zwischen 16 und 74 Jahren in 31 europäischen Staaten repräsentativ befragt worden. Nur 21 Prozent der Bundesbürger speichern Dateien in der Cloud.

In anderen Ländern werden Online-Speicher deutlich häufiger genutzt: In Dänemark sind 44 Prozent bei Cloud-Diensten wie etwa Dropbox, Google Drive oder iCloud angemeldet, in Norwegen sind es 43 Prozent, in Island 39 Prozent und in Großbritannien 38 Prozent. Im EU-Durchschnitt werden Cloud-Speicher von 22 Prozent der Bürger genutzt.

Bedenken zur Cloud wegen Datensicherheit und Datenschutz

Nach einer Umfrage für den Bitkom könnten sich 36 Prozent der deutschen Internet-Nutzer ab 14 Jahren vorstellen, Daten künftig ausschließlich in der Cloud zu speichern.

Unter den 16- bis 24-Jährigen verwenden 33 Prozent der Bundesbürger Cloud-Speicher. Im europäischen Vergleich liegt die Altersgruppe auf Platz 20. Auch in dieser Auswahl liegt Dänemark mit 64 Prozent an der Spitze. Auf den zweiten Platz kommt Norwegen (63 Prozent), gefolgt von der Schweiz (56 Prozent). Der EU-Durchschnitt beträgt 36 Prozent.

Jeder fünfte Bundesbürger (21 Prozent) gibt an, wegen Bedenken zu Datensicherheit und Datenschutz keine Cloud-Speicher zu verwenden. Besorgter sind die Schweizer (22 Prozent), Niederländer (24 Prozent) und Luxemburger (25 Prozent). In Dänemark teilt nicht einmal jeder Zehnte (9 Prozent) diese Sorgen.


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