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Angst vor Spam: Swisscom deaktiviert mehrere Tausend Mailaccounts

Weil die Kunden zu einfache E-Mail-Passwörter gewählt hatten, sperrte die Swisscom Tausende Accounts. Das Unternehmen fürchtet offenbar, sonst auf Spam-Blacklists von Google oder anderen Providern zu landen. Die Kunden müssen nun aktiv werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Swisscom hat Angst, auf Spam-Blacklists zu landen.
Swisscom hat Angst, auf Spam-Blacklists zu landen. (Bild: Qwertyxp2000/CC-BY-SA 4.0)

Der Schweizer IT-Konzern Swisscom hat offenbar die Mailzugänge Tausender Kunden gesperrt - präventiv, um vor Spam zu schützen. Wie die Schweizer Handelszeitung berichtet, waren Konten betroffen, bei denen die Kunden unsichere Passwörter vergeben hatten, so dass die Accounts einfach von Kriminellen zu kapern seien.

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Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte die Sperrung. Die unsicheren Kennwörter seien "bei Migrationsarbeiten" aufgefallen. Swisscom spricht von automatisierten Tests, um herauszufinden, ob die Konten für Spamversender anfällig seien. Ob das Unternehmen dazu einen Brute-Force-Angriff mit Wörterbüchern oder Rainbow-Tables gegen die eigene Infrastruktur gefahren hat, ist nicht bekannt.

Der Telekommunikationsanbieter fürchtet offenbar, als Provider auf Sperrlisten zu landen, wenn massenweise Spam von Mailkonten des Unternehmens versendet wird. Bislang sei aber kein solches Blacklisting erfolgt: "Unsere Maßnahme war vorsorglich." Entsprechende Sperrlisten werden von großen Mailanbietern vorgehalten.

Sperrung sorgte für Redebedarf bei den Kunden

Die Sperrung der Konten sorgte wenig überraschend für einen großen Ansturm bei der Kundenhotline des staatlichen Telekommunikationsanbieters. Die Sperrung der Konten erfolgte bereits in der vergangenen Woche. Wie viele Accounts von den Sperrungen betroffen waren, ist nicht bekannt.

Betroffene Kunden müssen sich nun über das Online-Kundenzentrum des Unternehmens einloggen und ein neues Passwort setzen. Die Kunden seien auch über SMS und die My-Swisscom-App über die Kontensperrung und die notwendigen Maßnahmen informiert worden, sagte der Unternehmenssprecher.



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der_heinz 15. Sep 2016

Also zumindest die Passwörter für den IMAP-Abruf scheinen im Klartext vorzuliegen. Man...


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