Verwirrte Kamera

Die Kamera-App sowie die Galerie scheinen den Jolla-Launcher etwas zu verwirren: Die Galerie ist mit dem Kamera-Icon verknüpft, ein Icon für den direkten Aufruf der Kamera gibt es allerdings nicht. Wollen wir die Kamera verwenden, müssen wir erst die Galerie öffnen und daraus dann die Kamera starten. Das resultiert in einem Herumgeklicke, das uns auf Dauer nervt und schnelle Schnappschüsse verhindert. Die Foto-Galerie von Google ist komplett aus unserer App-Übersicht verschwunden, sowohl auf dem Honor 6 als auch bei dem Fairphone.

  • Der Sperrbildschirm des Angry Birds Stella Launchers, Jollas in Zusammenarbeit mit Rovio entstandener Sailfish-OS-Launcher für Android-Smartphones (Screenshot: Golem.de)
  • Wie beim Jolla-Smartphone werden aktuell genutzte Apps auf dem Hauptbildschirm als kleine Fenster abgelegt. (Screenshot: Golem.de)
  • Über ein Menü des Sperrbildschirms sind Funktionen wie das Telefon oder die Kamera schnell erreichbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Zieht der Nutzer von oben oder unten in das Display, werden Androids Statuszeile und Navigationsleiste eingeblendet. (Screenshot: Golem.de)
Wie beim Jolla-Smartphone werden aktuell genutzte Apps auf dem Hauptbildschirm als kleine Fenster abgelegt. (Screenshot: Golem.de)
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Die Jolla-Gestensteuerung konnte nicht komplett auf den Launcher übertragen werden. Es gibt nur die Wischgeste von rechts, mit der Apps auf dem Hauptbildschirm abgelegt werden können. Es ist nicht möglich, Apps direkt mit einem Wisch von oben ins Display zu schließen. Dies liegt daran, dass der Jolla-Launcher im Vollbildmodus läuft, bei dem bei einem Wisch von oben oder unten ins Bild die Status- und die Navigationsleiste eingeblendet wird.

Benachrichtigungen nur über Statuszeile erreichbar

Dadurch ist es auch nicht möglich, die Benachrichtigungsübersicht über einen Wisch von unten ins Display hinein zu öffnen, was schade ist. Entgangene Anrufe, neue E-Mails und andere Benachrichtigungen werden auf dem Sperrbildschirm angezeigt - um sie zu öffnen, müssen wir allerdings erst die Benachrichtigungszeile einblenden und aufklappen. Das ist uns im Alltag zu umständlich.

Beim Jolla-Smartphone können verschiedene Designs über einen Wisch von links nach rechts im Sperr- oder Hauptbildschirm aufgerufen werden. Das ist beim Launcher ebenfalls nicht möglich - die Möglichkeit, die Farben der Benutzeroberfläche anhand eines Hintergrundbildes automatisch anpassen zu lassen, fehlt komplett. Wischt der Nutzer beim Jolla-Launcher im Hauptbildschirm von links oder rechts in das Display, wird Toons.tv geöffnet. Hierüber erhält der Nutzer Zugriff auf eine Reihe von Angry-Birds-Cartoons - eine weitere Dreingabe, die der Zusammenarbeit mit Rovio geschuldet ist.

Fazit

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Der Jolla-Laucher für Android ist eine nette Spielerei, um einen Eindruck zu bekommen, wie Sailfish OS aussieht und wie es sich anfühlt. Ein vollständiger Ersatz für Jollas mobiles Betriebssystem ist der Launcher aber nicht - dafür müssen aufgrund des unterliegenden Android-Systems zu viele Kompromisse geschlossen werden. Das resultiert in einigen umständlichen Abläufen, weswegen sich für uns der Launcher aktuell noch nicht für den Alltag eignet.

Die abgelegten Fenster haben keinen sinnvollen Vorschaumodus, es gibt kein natives Benachrichtigungszentrum und einige der praktischen Gesten funktionieren nicht. Nervig ist auch die Verwirrung um die Galerie-App und die Kamera. Benachrichtigungen werden zwar auf dem Sperrbildschirm angezeigt, müssen aber über die Statusleiste von Android geöffnet werden. Das alles finden wir unpraktisch.

Die aufgrund der Zusammenarbeit mit Rovio vorinstallierten Spiele, das Design und die Erweiterung mit Toons.tv stören uns hingegen weniger. Wer einen Eindruck von Sailfish OS gewinnen möchte, sollte sich den Launcher installieren - er ist aktuell jedoch nur für Smartphones, nicht für Tablets erhältlich. Wer wirklich die Vorzüge des Betriebssystems genießen möchte, kommt aktuell jedoch nicht um den Kauf eines Jolla-Smartphones herum.

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 Angry Birds Stella Launcher im Test: Ein bisschen Sailfish
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