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Angriffe auf VPN und Fernzugänge:
Warum 2026 zum Härtetest für Hybridarbeit wird

Fernzugänge sind 2026 eine der wichtigsten Angriffsflächen. Wir geben eine praxisnahe Checkliste für Schutz, Monitoring und Patch-Routine.
/ Steffen Zahn
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VPN-Gateways sind für Angreifer besonders attraktiv. (Bild: StefanCoders/Pixabay)
VPN-Gateways sind für Angreifer besonders attraktiv. Bild: StefanCoders/Pixabay

Am Jahresende 2025 sah es aus wie ein weiterer Tag Internetrauschen. In Wirklichkeit war es ein ziemlich klares Signal für 2026. Denn Greynoise, ein Sicherheitsdienstleister, der auffällige Scanner und Angriffsmuster im Internet analysiert, beobachtete am 11. Dezember 2025 eine koordinierte Welle automatisierter Loginversuche gegen VPN-Zugänge(öffnet im neuen Fenster) . In einem 16-Stunden-Fenster entstanden rund 1,7 Millionen Sessions gegen emulierte Globalprotect- und PAN-OS-Endpunkte, verteilt über mehr als 10.000 einzigartige IP-Adressen.

Das ist wichtig, weil es keine einzelne Schwachstelle braucht, um Fernzugänge unter Druck zu setzen. Wer einen Remote-Zugang ins Internet stellt, wird dauerhaft getestet. 2026 wird diese Form des Angriffs eher zu- als abnehmen. Zugangsdaten sind durch Infostealer, Passwort-Recycling und alte Leaks in großer Zahl verfügbar. Gleichzeitig bleiben Edge-Systeme wie Firewalls, VPN-Gateways und Remote-Access-Portale besonders attraktiv, weil sie direkt vor dem internen Netz stehen. Und operative Realität bleibt operative Realität: Der Remote-Zugriff muss laufen, auch an Feiertagen, auch bei dünner Besetzung, auch wenn Patchen unbequem ist.

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