Abo
  • Services:

Angriff auf Skype-Nutzer: 2,5 Millionen Klicks auf verpackte Schadsoftware

Skype-Nutzer werden seit Ende September 2012 mit sogenannten Lol-Links angegriffen. Symantec hat nun Zahlen veröffentlicht, wie viele Reaktionen es auf den einfachen Social-Engineering-Angriff gab. Über die Anzahl tatsächlicher Infektionen sagt das aber nichts aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Angriffsmethodik von W32.Phopifas
Angriffsmethodik von W32.Phopifas (Bild: Symantec)

Skype-Nutzer haben bisher insgesamt 2,5 Millionen Mal auf Links geklickt, die zu Schadsoftware führt. Das geht aus einem Bericht von Symantec hervor, der erste Messdaten nennt. Die Zahlen lassen keine Rückschlüsse auf tatsächliche Infektionen zu, zeigen aber, wie einfach Social-Engineering-Angriffe in Kommunikationssoftware sind.

Stellenmarkt
  1. Autobahndirektion Südbayern, München
  2. Controlware GmbH, Ingolstadt

Dabei haben die Skype-Nutzer noch Glück, denn es handelt sich nur um einen Social-Engineering-Angriff. Eine Sicherheitslücke wird nicht ausgenutzt. Wenn dem so wäre, würden die Zahlen vermutlich sehr viel höher sein.

Angriff setzt auf Vertrauen

Der Angriff macht sich dabei zunutze, dass sich Skype-Nutzer untereinander vertrauen. Ein infizierter Nutzer schickt dabei einen sogenannten Lol-Link zu seinen Freunden und Bekannten, ohne das zu wissen. Der Name kommt von der Nachricht: "lol is this your new profile pic" wird das Opfer unschuldig gefragt. Dazu gehört ein Link auf den Linkverkürzer goo.gl. Der Angriff nutzt auch andere Sprachen. In Deutsch heißt es beispielsweise: "moin, kaum zu glauben was für schöne fotos von dir auf deinem profil".

  • Der Kreislauf des Skype-Angriffs (Grafik: Symantec)
Der Kreislauf des Skype-Angriffs (Grafik: Symantec)

Klickt der Angegriffene nun aus Neugierde auf den Link, wird er zu Hotfile umgeleitet und lädt eine Zip-Datei herunter. Spätestens hier sollte ein versierter Anwender Verdacht schöpfen, denn in der Zip-Datei befindet sich ein IRC-Bot. Wird dieser auch noch ausgeführt, beginnt das Unheil ab diesem Moment.

Würde der Lol-Link-Angriff eine Sicherheitslücke ausnutzen, würde schon das Anklicken des Links gefährlich sein. Das passiert zum Glück nicht. Auch der IRC-Bot ist an sich harmlos. Er kommuniziert mit einem Command-&-Control-Server und bekommt von ihm die eigentlich gefährliche Schadsoftware vermittelt. Diese schaut sich dann beim Opfer die Kontakte an und fängt an, diese mit dem Lol-Link zuzuspammen. Das funktioniert nicht nur mit Skype, sondern auch mit MSN und dem Windows Messenger.

Googles ULR-Verkürzer erlaubt detaillierten Blick auf Klickraten

Da die Angreifer den unverdächtig aussehenden goo.gl-Dienst nutzen, konnte sich Symantec anhand der bekannten goo.gl-Links die Klickzahlen anschauen. Insbesondere am vergangenen Wochenende, also um den 7. Oktober 2012 herum, war der Angriff erfolgreich. Zahlen zu tatsächlich infizierten Nutzern hat Symantec nicht. Derzeit wird W32.Phopifas nur mit maximal 49 Infektionen bei Symantec gelistet, was anhand der Klickzahlen aber unrealistisch ist.

Es ist davon auszugehen, dass der Angriff weiterhin erfolgreich sein wird, da es keine zu schließende Sicherheitslücke gibt. Die Angreifer werden so sicher zahlreiche Rechner unter ihre Kontrolle bekommen, die dann für weitere Angriffe genutzt werden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Lala Satalin... 12. Okt 2012

Na ja normal klick ichs ja auch nicht an. xD Sah aber im Augenwinkel harmlos aus. Bei mir...

Huskynarr 11. Okt 2012

Das ist nur ein Teil des ganzen Problems, es war auch einiges von Thunderbird als Link...


Folgen Sie uns
       


Sky Ticket TV-Stick im Test

Wir haben den Sky Ticket TV Stick getestet. Der Streamingstick mit Fernbedienung bringt Sky Ticket auf den Fernseher, wenn dieser den Streamingdienst des Pay-TV-Anbieters nicht unterstützt. Auf dem Stick läuft das aktuelle Sky Ticket, das im Vergleich zur Vorgängerversion erheblich verbessert wurde. Den Sky Ticket TV gibt es quasi kostenlos, weil dieser nur zusammen mit passenden Sky-Ticket-Abos im Wert von 30 Euro angeboten wird.

Sky Ticket TV-Stick im Test Video aufrufen
SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

    •  /