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Vorreiterrolle der Telekom – andere Kunden müssen warten

Auf Verivox-Anfrage bestätigten die Netzbetreiber Vodafone und 1&1, aktuell keine vergleichbaren Tarife anzubieten. O2 ließ die Anfrage unbeantwortet. "Vor allem Kunden von Discountern und Service-Providern werden noch länger auf Zusatzbudgets fürs Ausland warten müssen", sagte Schamberg. "Die großen Anbieter geben Tarif-Innovationen und technische Neuerungen grundsätzlich erst später an kleinere Wettbewerber weiter."

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Nutzer sollten ihre aktuellen Konditionen für das gewünschte Reiseland aufmerksam prüfen: Je nach Zielland kann eine Abrechnung in sehr kleinen Schritten voreingestellt sein, mit Preisen von rechnerisch mehr als 1.000 Euro je GByte – bei Discountern können diese Kosten theoretisch mehr als 16.000 Euro pro GByte betragen. Dabei greift jedoch nach Erreichen von knapp 60 Euro ein gesetzlicher Kostendeckel. Oft aktiviert man kurzzeitig die Daten für den Austausch per Messenger oder für Google Maps und vergisst dann, das Datenroaming wieder abzuschalten.

Wer häufiger Fernziele ansteuert, kann eine lokale Prepaidkarte kaufen. Das ist schon vorab online möglich, auch als eSIM. So kostet ein großzügiges Datenbudget meist nur wenige Euro.

"Der Schritt der Telekom ist lobenswert, aber auch überfällig", sagte Schamberg. "Seit neun Jahren gilt das freie EU-Roaming, weitere Schritte für andere Länder gab es jedoch nur punktuell. Aus Verbrauchersicht ist zu hoffen, dass andere Anbieter baldmöglichst nachziehen. In einer globalisierten Welt sollte es selbstverständlich sein, vor Reiseantritt nicht mühsam recherchieren zu müssen, wie man Mondpreise für die mobile Internetnutzung vermeidet." Verivox gehört zur italienischen Moltiply-Gruppe, betreibt Vergleichsportale und verdient Geld als Vermittler von Verträgen.


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