Anga: Kabelnetzbetreiber wollen schnelle Analogabschaltung

Die Kabelnetz-Betreiber wollen ein Gesetz, das die Analogabschaltung absichert. Für die Umstellung auf Docsis 3.1, den neuen Kabelnetzstandard, ist die Analogabschaltung wichtig.

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Primacom-Techniker
Primacom-Techniker (Bild: Primacom)

Der Präsident des Anga (Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber), Thomas Braun, will eine baldige Abschaltung des analogen Programms. Das gab der Verband am 29. Mai 2017 bekannt. Gefordert wird eine gesetzliche Regelung für ein Ende der Übertragung bis spätestens Ende 2019.

"Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Kunden, die digitale Angebote nutzen, auch dieses Jahr stabil weiter steigt", sagte Braun. "Bis Ende 2019 dürften die meisten Netzbetreiber die analoge TV-Verbreitung eingestellt haben. Unitymedia beginnt bereits diese Woche mit der Abschaltung. Um Rechtssicherheit für Netzbetreiber und Kunden zu schaffen, sollte der marktgetriebene Umstieg von einer gesetzlichen Regelung flankiert werden, die den spätesten Ausstiegstermin festlegt." In Sachsen und in Bayern ist gesetzlich festgelegt, dass die analoge Kabelverbreitung erst zum 31. Dezember 2018 ausläuft.

Die Abschaltung der analogen Übertragung schafft zusätzliche Kapazitäten, die ein größeres Angebot an Fernseh- sowie Internetdiensten im Gigabit-Bereich ermöglichen. Für die Umstellung auf Docsis 3.1, den neuen Kabelnetzstandard, ist die Analogabschaltung wichtig.

Unitymedia ist vorn

Wohnungsunternehmen fürchten dagegen um ihre Verträge mit den Kabelnetzbetreibern und den Mietern, die kündigen könnten, wenn die Grundversorgung nicht mehr gesichert wäre. Die Sender sorgen sich bei der Analogabschaltung um Programmplätze und Reichweiten. Für das digitale TV-Angebot lassen sich jedoch zusätzliche Gebühren erheben.

Der Unitymedia-Plan zur Analogabschaltung sieht fünf Wellen vor. Die Umstellung beginnt im südlichen Teil Baden-Württembergs am 1. Juni 2017, der Norden folgt am 6. Juni 2017. Unitymedia-Kunden in Hessen können ab dem 13. Juni 2017 kein analoges Fernsehen mehr empfangen. Die letzten zwei Wellen finden in Nordrhein-Westfalen statt: Der südliche Teil des Bundeslandes verabschiedet sich am 20. Juni 2017 vom analogen TV, gefolgt von den nördlichen NRW-Gebieten am 27. Juni 2017.

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