Anfrage der Grünen: Berliner Verwaltung nutzt weiter Windows XP

Auch nach dem Ende des verlängerten Supports wird die Berliner Verwaltung wohl weiter Windows XP nutzen. Schuld sind eine schlechte Standardisierung der Behörden und eine schleppende Portierung der Fachanwendungen. Das bestätigt die Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion.

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Berlin wird über das Support-Ende hinaus wohl weiter Windows XP nutzen müssen.
Berlin wird über das Support-Ende hinaus wohl weiter Windows XP nutzen müssen. (Bild: wiseguy71/CC BY 2.0)

Ähnlich wie der Bundestag, das Land Niedersachsen oder auch die britische Regierung erhält auch das Land Berlin einen erweiterten Support von Microsoft für Windows XP. Dafür seien 300.000 Euro (netto) gezahlt worden, wie aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht. Offenbar müssen verschiedene Behörden aber auch nach dem Ende des Vertrages am 14. April weiter das veraltete Betriebssystem einsetzen.

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Zwar kann die Senatsverwaltung dies nicht mit Sicherheit beantworten, weil die IT-Landschaft dezentral organisiert ist und "eine Prognose (...) aufgrund des vorliegenden Datenmaterials nicht abgegeben werden" könne. Doch an anderer Stelle heißt es: "Nach den hier vorliegenden Informationen besteht für 75 Fachverfahren keine Freigabe zur Lauffähigkeit unter Windows 7". Zu 16 weiteren fehlten ausreichende Informationen.

Behörden, die auf diese Fachverfahren angewiesen sind, müssen wohl aber weiter Windows XP nutzen, solange die Portierungen noch nicht abgeschlossen sind. Die damit verbundenen Sicherheitsrisiken sollen aber verringert werden, indem die betroffenen Rechner nicht mehr mit dem Internet verbunden werden. Darüber hinaus werde ebenso sichergestellt, dass der Virenscanner von McAfee noch bis Ende 2015 für Windows XP bereitstehe. Ob die Verträge mit Microsoft verlängert werden, ist derzeit nicht bekannt.

IT-Standardisierung noch schlecht

Laut dem Senat "bestimmen die Verwaltungen des Landes und die Bezirke selbst über IT-Beschaffung sowie Art und Umfang des IT-Supports. Das bedeutet, dass jede Senats- und Bezirksverwaltung für die Aktualisierung ihrer Hard- und Software selbst verantwortlich ist und diese beauftragen muss, wenn sie nicht den standardisierten IT-Arbeitsplatzservice" des IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) Berlin nutzen.

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Diese Standardisierung schreitet zwar so weit voran, dass sich der Senat zufrieden darüber äußert. Dennoch müssten "die laufenden Aktivitäten zur Definition des 'Berlin-PC' zügig abgeschlossen werden". Schließlich könnten dadurch die "notwendigen Testverfahren zur Überprüfung von Betriebssystemen und deren Versionen zum reibungslosen Einsatz der im Land vorhandenen IT-Fachverfahren erheblich" vereinfacht werden.

Dass dies nötig ist, zeigen die Probleme bei den Portierungen der Fachverfahren. So hätten sich aus den verschiedenen Windows-7-Versionen in 32-Bit und 64-Bit sowie den unterschiedlichen Office-Versionen (2010, 2013, 32- oder 64-Bit) "spezielle Herausforderungen" ergeben.

Am 31. Oktober 2014 verwendeten noch knapp 29.000 Rechner von insgesamt etwas mehr als 70.000 Windows-Rechnern in der Berliner Verwaltung das veraltete XP. "Die nächste Erhebung findet zum Stichtag der IT-Bestands- und Planungsübersicht (IT-BePla) am 31.03.2015 statt."

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Nebucatnetzer 30. Mär 2015

Vielen Dank ist für mich sehr spannend mir den Aufbau dort anzuschauen weil ich so ein...

TheUnichi 25. Mär 2015

Wenn das für dich "Hacken" ist, meinetwegen. DDoS ist ja quasi auch "Hacken" nach...

cepe 24. Mär 2015

Du bist hier falsch. Hier wird meist sachlich mit Argumenten diskutiert und nicht nur...

cepe 24. Mär 2015

Bin kein Insider ;) - Aber ich hab Kontakt und sprech mit dem einen oder anderen. Ich...



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