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Anfang 2018: Vodafone startet in Kürze erste Kabelnetz-Analogabschaltung

Vodafone beginnt in wenigen Monaten mit der Analogabschaltung, um Gigabit-Datenraten anbieten zu können. Begonnen wird wie erwartet in Bayern.
/ Achim Sawall
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Vodafone Innovation Park Labs Deutschland (Bild: Vodafone Kabel)
Vodafone Innovation Park Labs Deutschland Bild: Vodafone Kabel

Vodafone startet Anfang 2018 die Analogabschaltung in den TV-Kabelnetzen. Das bestätigte das Unternehmen Golem.de am 28. September 2017. Pilotregion ist Landshut im Bundesland Bayern. Dadurch kann der Betreiber schnell höhere Datenraten anbieten.

Vodafone GigaKombi (Firmenvideo)
Vodafone GigaKombi (Firmenvideo) (01:39)

In Sachsen und in Bayern ist gesetzlich festgelegt, dass die analoge Kabelverbreitung zum 31. Dezember 2018 ausläuft. Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck sagte Golem.de: "Wir müssen die Analogabschaltung natürlich ausprobieren. Darüber haben wir die lokalen Politiker und die Medien informiert."

Nach der Analogabschaltung "können wir in unserem Kabelnetz mit Docsis 3.1 ein Gigabit pro Sekunde anbieten" , sagte ein Vodafone-Sprecher im Januar 2017.

Anteil der Analognutzer sinkt stark

Der Anteil der digitalen TV-Nutzung im Kabel ist laut dem Digitalisierungsbericht 2017 der Medienanstalten auf 88,6 Prozent gestiegen. Wie der Anga (Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber) im September 2017 bekanntgab, zeichnet sich eine Tendenz ab, das analoge Kabelfernsehen für knapp 1,8 Millionen Haushalte ab Ende 2018 einzustellen. Die Abschaltung der analogen TV-Übertragung im Kabel schaffe Kapazitäten für Gigabit-Bandbreiten für 17,5 Millionen Kunden.

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia schaltete im Juni 2017 das analoge TV-Signal in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg in fünf Etappen ab.

21 Prozent seines TV-Kabelnetzes will Vodafone bereits auf 500 MBit/s ausgebaut haben. Mit voll ausgebautem Docsis 3.1 lassen sich in Koaxialnetzen Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Downstream und bis zu 1 GBit/s im Upstream erzielen. Ein voller Ausbau mit Docsis 3.1 erfordert den Austausch aller aktiven und passiven Komponenten im TV-Kabelnetz.


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