Anfälliges Feingewebe: Apple stellt umstrittene Finewoven-Hüllen ein

Für das iPhone 16 wird es keine Finewoven-Stoffhüllen geben. Apple hat das Material fast vollständig wieder aus dem Sortiment genommen. Nur für Airtag-Hüllen und als Portemonnaie-Material wird es noch angeboten. Auch die alten iPhone-Hüllen mit dem Feingewebe gibt es nicht mehr – Apple hat sie aus dem Sortiment entfernt.
Schon kurz nach dem Marktstart 2023 kamen Zweifel auf, ob die Finewoven-Hüllen dem Alltag standhalten können oder ob Schlüssel und Münzen in den Taschen der Nutzer die Hüllen irreparabel zerkratzen werden.
Im Gegensatz dazu altern Ledertaschen anders. Auch sie sind zwar nicht kratzfest, doch entwickeln sie im Laufe der Jahre eine Patina, an die die Nutzer gewohnt sind. Apple hatte damals behauptet, Finewoven sei eine nachhaltigere Alternative zu Leder.
Auf seinem It's-Glowtime-Event stellte Apple lediglich durchsichtige und Silikonhüllen für die iPhone-16-Serie vor und auch eine neue Hüllenserie seiner Audiomarke Beats wurde vorgestellt.
Die Einführung des Finewoven-Materials durch Apple im vergangenen Jahr war Teil einer umfassenderen Initiative zur Reduzierung von umweltschädlichen Materialien in Apples Produkten. Die Abkehr von Ledertaschen wurde als Schritt in Richtung eines nachhaltigeren Produktangebots gesehen. Lederhüllen für das iPhone 16 stellte Apple ebenfalls nicht vor.
Keine Alternative für Leder in Sicht
Schon im April 2024 meldete ein Leaker auf X, dass Apple die Produktionslinien für Finewoven stilllegen ließ. Diese Entscheidung sei getroffen worden, nachdem Käufer beklagt hätten, dass das Material anfällig sei für Schmutz und Schrammen und es Probleme mit der Haltbarkeit gebe. Damals hieß es noch, dass Apple auf neue Materialien wie Alcantara setzen könnte, doch zumindest für dieses Jahr hat Apple den Umstieg noch nicht gewagt.