Flotter Druck, flaues Ergebnis

Den Druckauftrag können wir mehr oder weniger komfortabel über das Display und den Dreh-Drucknopf des Druckers auswählen und starten. Die Maschine legt flott los, doch schon nach den ersten Druckschichten wird klar, dass das Ergebnis eher mau aussehen wird.

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Wir schauen uns den fertigen Testdruck aus PLA an. Es gibt auffällige Ungenauigkeiten an den Kanten, Wellen an den Seitenwänden sowie ein Aufquellen der oberen Schichten an den Ecken. Letzteres wundert uns wenig, der Lüfter am Hotend lief nur mit mäßigen Drehzahlen. Nachdem wir noch einmal die Spannung der Zahnriemen und den sauberen Lauf auf den Achsen geprüft haben, haben wir die wegen der Wellen und Ungenauigkeiten überforderten Schrittmotoren beziehungsweise deren Ansteuerung in Verdacht.

Gut Ding will Weile haben

Mit diesem Wissen drucken wir das Testobjekt erneut, drehen diesmal aber manuell die Lüfterdrehzahl hoch und die Druckgeschwindigkeit auf ein Drittel herunter. Jetzt benötigt der Druck zwar deutlich länger, die Maschine wird lauter, die oben genannten Probleme sind aber verschwunden.

Mit diesen korrigierten Einstellungen prüfen wir auch den Druck bei einer Schichthöhe von 0,1 mm. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, alle Abmaße werden eingehalten. Für einen 200-Euro-Drucker ist das durchaus beeindruckend. Allerdings gelingt das nur bei sehr langsamen Druckgeschwindigkeiten. Drehen wir sie wieder höher, wird der Druck nur umso schneller vermurkst. Wie schon oben angedeutet, haben wir hier vor allem die Z- und X-Achsen-Konstruktion in Verdacht. Ohne einen Neuentwurf sind höhere Druckgeschwindigkeiten wohl eher illusorisch. Eventuell könnte aber schon der Austausch der Zahnriemen gegen hochwertigere eine marginale Verbesserung bewirken.

  • Der zusammengebaute Anet A6 (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das Styropor hat unter dem Transport deutlich gelitten. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Wucht der Stangen konnte es nicht aufhalten. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Da fehlt doch was. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Hier ist Geduld gefragt. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Vier Schrauben fehlen, vier Schrauben haben wir im Gehäuse gefunden, ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... symptomatisch für das ganze Design und die Qualitätskontrolle. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Wir haben keine Ahnung, wie diese Kratzer überhaupt zustande kommen konnten. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Vorsicht: Verletzungsgefahr an diesen Kanten! (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Zierliche Füße mit abgerundeten Ecken vs. eckige Klotzkonstruktion (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Da ist noch Platz auf dem Schlitten. Nur wofür? (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Wenigstens liegen alle erforderlichen Werkzeuge bereit. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Damit sollen wir den ganzen Kabelverhau irgendwie fixieren. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Wäre auch ganz sinnvoll, ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... aber auch damit passt das ganze Kabeldesign nicht. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • China-Filament und Hersteller-Einstellungen vs. deutsches Filament und Optimierungen (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Mit den verbesserten Einstellungen bekommen wir auch mit dem billigen Plastik und Glück bessere Resultate - oder auch nicht. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Mit gutem Filament und viel Experimentieren schlägt sich der Billigdrucker besser als erwartet. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
China-Filament und Hersteller-Einstellungen vs. deutsches Filament und Optimierungen (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
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Zum Schluss probieren wir noch die Testmodelle des Make-Magazins. Zuerst halten wir uns an das Protokoll. Es fordert den Test mit den originalen Einstellungen. Wir verschärfen es aber noch ein wenig: Bislang haben wir mit PLA aus deutscher Produktion gedruckt. Jetzt nutzen wir das dem Drucker beiliegende weiße PLA.

Das Ergebnis überrascht wenig, das beiliegende PLA ist von erkennbar schlechter Qualität, die Drucke fallen schon deshalb schlechter aus. Außerdem neigt das Filament stärker zur Fadenbildung. Beim Bridging-Modell übermannt uns schließlich das Mitleid. Bevor das letzte und längste Brückenglied gedruckt wird, setzen wir manuell die besseren Einstellungen. Und zu unserer Überraschung schlägt sich der Drucker dann beim riskantesten Teil des Drucks erstaunlich gut.

Wir wiederholen einen Teil der Testdrucke mit den uns bekannten obigen besseren Einstellungen und erhöhen außerdem die Retraction, um die Fadenbildung besser zu unterdrücken. Der Test dauert jetzt zwar praktisch einen ganzen Tag, doch die Druckergebnisse sind nicht schlecht.

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Anonymer Nutzer 10. Mär 2018

Kann ich so bestätigen.

MelissaG 20. Dez 2017

Bei der Wahl eines 3D-Druckers für den Privatgebrauch muss man sich entscheiden, was für...

rstcologne 20. Aug 2017

Hallo zusammen, ich bin seit einiger Zeit Besitzer eines Anet A6. So schlecht, wie in...

Phreeze 28. Mär 2017

falls noch wer liest: hab übrigens den A8 gekauft, mit ein paar Erweiterungen ist das...



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