Abo
  • Services:

Andy Ritger: Nvidia will HDR-Unterstützung unter Linux

Mit einem Standard-Linuxsystem können HDR-Anzeigen noch nicht genutzt werden. Dies will Nvidia mittelfristig ändern. Bis auf ein Grundverständnis, was dafür geschehen müsse, sind die Details aber noch völlig offen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nvidias Shield kann HDR-Inhalte darstellen - dank Android. Ein Standard-Linux kann das noch nicht.
Nvidias Shield kann HDR-Inhalte darstellen - dank Android. Ein Standard-Linux kann das noch nicht. (Bild: Nvidia)

Für Windows und Android unterstütze der Grafiktreiber von Nvidia bereits die Darstellung von HDR (High Dynamic Range), sagte Nvidia-Mitarbeiter Andy Ritger auf der X.org Developers Conference (XDC). Künftig solle dies auch in einem Standard-Linux unterstützt werden, wofür aber einige Änderungen am Grafikstack nötig seien. Diese stellte Ritger auf der XDC vor.

Stellenmarkt
  1. niiio finance group AG, deutschlandweit
  2. rhenag Rheinische Energie Aktiengesellschaft, Köln

Um die HDR-Inhalte zu erstellen und damit eine größere Luminanz der Bilder darstellen zu können, nutzen 3D-Anwendungen - vor allem Spiele - Gleitkommazahlbuffer mit halber Präzision (16-Bit Floating Point, FP16) zum Rendern ihrer Inhalte. Deren Inhalte werden bisher aber per Tone-Mapping komprimiert, um sie in SDR darstellen zu können.

Dank moderner Monitoren mit HDR-Fähigkeiten könnten die Inhalte mit höherer Präzision eigentlich direkt weitergereicht werden. Doch genau das ist unter Linux derzeit noch nicht möglich, da wichtige Bestandteile dafür schlicht noch nicht verfügbar sind.

Unterstützung für Metadaten und FP16 fehlt

Dazu gehört einerseits die notwendige Unterstützung für FP16-Buffer in der Display-Architektur selbst. Hierzu müssten etwa Wayland-Compositoren von deren Existenz wissen und diese von den Clients akzeptieren. Darüber hinaus sollten HDR- und SDR-Inhalte beim Compositing in ein darzustellendes Bild überführt werden können. Mit dem X11-Fenstersystem wäre dies ungleich schwerer umzusetzen als mit Wayland.

Andererseits fehlen unter Linux noch APIs für den Umgang mit den Metadaten, die zusätzlich zu einem FP16-Buffer zur Darstellung benötigt werden. So sind Monitore technisch nicht in der Lage, den vollständigen Farbraum darzustellen. Allerdings können Monitore ihre Fähigkeiten der Grafikhardware per EDID mitteilen. Noch können diese Informationen aber nicht unter Linux abgefragt werden, um das dann immer noch notwendige Tone-Mapping durchzuführen. Ebenso fehlt einzelnen Anwendungen noch die Möglichkeit, Metadaten mit ihren Buffern zu verknüpfen.

Die Linux-Grafiktreiber müssten schließlich in der Lage sein, die FP16-Bilder zu erhalten, in ein Display-Signal umzuwandeln und dann samt Metadaten an den Monitor zu schicken.

Wie all das umgesetzt werden könnte, will Ritger in den kommenden Monaten anhand eigener Vorschläge vorstellen. Noch seien aber einige Fragen zur Umsetzung völlig offen. Er hofft deshalb auf die Zusammenarbeit mit der Community.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (Zugang für die ganze Familie!)
  2. 14,99€
  3. 519€
  4. (heute u. a. Dual DT 210 Plattenspieler 77,00€ statt 111,99€)

Stebs 25. Sep 2016

Hmm, hab hier auch Arch am laufen, naja eigentlich Manjaro (also 1-2 Wochen nochmals...

RedRanger 22. Sep 2016

Ich denke, du weißt nicht, was damit gemeint ist. Damit ist kein Tone Mapping gemeint...

RedRanger 22. Sep 2016

Hinzu kommt, dass ein HDR Monitor auch entsprechende Nits bieten kann. Der muss also...


Folgen Sie uns
       


Tolino Shine 3 - Hands on

Der Shine 3 ist der neue E-Book-Reader der Tolino-Allianz. Das neue Modell bietet einen kapazitiven Touchscreen und erhält die Möglichkeit, die Farbtemperatur des Displaylichts zu verändern. Der Shine 3 ist für 120 Euro verfügbar.

Tolino Shine 3 - Hands on Video aufrufen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on: Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on
Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen

Google hat das Pixel 3 und das Pixel 3 XL vorgestellt. Bei beiden neuen Smartphones legt das Unternehmen besonders hohen Wert auf die Kamerafunktionen. Mit viel Software-Raffinessen sollen gute Bilder auch unter widrigen Umständen entstehen. Die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. BQ Aquaris X2 Pro im Hands on Ein gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Funktionen

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen
  2. Achim Berg "In Sachen Gigabit ist Deutschland ein großer weißer Fleck"
  3. Telefónica Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G ist doch möglich

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  2. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor
  3. NAND und DRAM Samsung scheint künstlich Flash-Preise hoch zu halten

    •  /