Anduril Chromatic: Gameboy aus Kampfdrohnen-Metall führt zu Kontroversen

Palmer Luckeys Gaming-Firma Modretro bringt eine limitierte Game-Boy-Variante aus Kamikaze-Drohnen-Aluminium auf den Markt. Die Anduril Chromatic(öffnet im neuen Fenster) nutzt dieselbe Metall-Legierung wie die Kamikazedrohnen seines Rüstungskonzerns Anduril – und das erregt heftige Kritik in der Gaming-Community.
Modretro, die Retro-Gaming-Firma von Oculus-Gründer Palmer Luckey, hat eine Sonderedition ihrer Handheld-Konsole vorgestellt, die aus Materialien gefertigt wird, die normalerweise in militärischen Anwendungen zum Einsatz kommen. Das Gerät namens Anduril Chromatic verwendet die gleiche Magnesium-Aluminium-Legierung, die in der Loitering Munition von Luckeys Rüstungsfirma Anduril Industries verbaut wird.
Das 349,99 US-Dollar teure Bundle enthält die Handheld-Konsole, einen Porta-Pro-Kopfhörer und einen Anhänger mit Anduril-Logo. Laut Produktbeschreibung bietet das Gerät "Leistung und Zuverlässigkeit unter allen Bedingungen" . Das Marketing suggeriert, dass diese Bauweise für extreme Umgebungen geeignet sei.








Der Chromatic-Handheld ist laut Hersteller vollständig kompatibel mit originalen Game-Boy- und Game-Boy-Color-Cartridges. Für Multiplayer-Sessions bietet Modretro ein Link-Kabel an. Die Konsole kann wahlweise mit AA-Batterien oder einem wiederaufladbaren Akku-Modul betrieben werden.
Ein USB-C-Anschluss ermöglicht natives Videostreaming direkt zu Mac oder PC. Der Handheld bietet zudem eine Passthrough-Ladefunktion, so dass sie im Netzbetrieb ohne Batterien genutzt werden kann.
Luckey, der Oculus VR mitgegründet hatte, bevor er das Unternehmen verließ, stellte den Modretro Chromatic erstmals 2024 vor . Er beschrieb ihn als Hommage an Nintendos Game Boy, konzipiert für Spiele aus jener Ära.
Kritik aus der Gaming-Szene
Die Ankündigung hat Kritik von Gaming-Historikern und Enthusiasten ausgelöst(öffnet im neuen Fenster) . Mehrere Stimmen(öffnet im neuen Fenster) aus der Retro-Gaming-Community hinterfragen die Aktion, Unterhaltungsprodukte über Assoziationen mit Militärhardware zu vermarkten.
Die Verbindung zwischen Videospielen und militärischen Institutionen ist nicht neu. Das Militär nutzte bereits Gaming-Plattformen und Streamingdienste für Rekrutierungszwecke, insbesondere um jüngere Zielgruppen anzusprechen. Die direkte Fertigung von Gaming-Geräten aus Drohnenkomponenten stellt jedoch einen anderen Ansatz dar.
Modretro veröffentlichte bisher weder Produktionszahlen für die limitierte Edition noch detaillierte stellt das Unternehmen Vergleiche zwischen Standard- und Militärversion bereit.



