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Anduril Bolt-M: U.S. Marine Corps testet KI-gesteuerte Kamikaze-Drohne

Das U.S. Marine Corps startet Tests der Quadrocopter-Drohne Anduril Bolt-M, die durch KI einfacher zu steuern sein soll als FPV-Drohnen.
/ Michael Linden
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Anduril Bolt-M (Bild: Anduril)
Anduril Bolt-M Bild: Anduril

Es ist ein der Lehren des Ukrainekriegs: Die Feuerkraft der US-Infanterie soll durch einfach zu steuernde Kamikaze-Drohnen erhöht werden.

Das U.S. Marine Corps testet nun eine bewaffnete Drohne des Start-ups Anduril(öffnet im neuen Fenster) , bei der die Steuerung durch KI einfacher sein soll als bei herkömmlichen FPV-Drohnen. Die Bolt-M wurde vom Rüstungsunternehmen Anduril entwickelt und erfordert nach Herstellerangaben keine umfassende Pilotenausbildung.

Das Herzstück der Fähigkeiten des Bolt-M ist die Softwareplattform von Anduril. Dieses System automatisiert viele der komplexen Flugmanöver, die für die Zielerfassung und -bekämpfung erforderlich sind, heißt es seitens Anduril. Die Bediener können die Drohne über eine Touchscreen-Oberfläche steuern.

Die Bolt-M verfügt laut Hersteller über eine Flugzeit von 40 Minuten und eine Reichweite von etwa 19 Kilometern. Er kann verschiedene Nutzlasten mit einem Gewicht von bis zu 1,36 Kilogramm transportieren und eignet sich dem Datenblatt nach für die Bekämpfung von Zielen wie leichte Fahrzeuge, Personen und befestigte Stellungen. Eine konkrete Bewaffnung wird nicht angegeben

Autonome Funktionen und Sicherheitsaspekte

Eine der herausragenden Eigenschaften des Bolt-M ist laut Anduril die Fähigkeit, Ziele autonom zu verfolgen. Sobald ein Bediener ein Ziel bestimmt hat, soll die Drohne diesem unabhängig folgen, selbst wenn die Kommunikationsverbindungen unterbrochen werden. Diese Fähigkeit würde die größten Schwachstellen aktueller FPV-Drohnen beheben.

Menschliche Bediener bleiben in der Entscheidungsschleife, insbesondere bei der Genehmigung von Angriffen. Das System soll außerdem über Sicherheitsfunktionen wie eine elektronische Sicherungs- und Scharfschalteinrichtung (ESAD) verfügen, um eine versehentliche Detonation während des Transports zu verhindern.

Die Erprobung der Drohne fällt unter das Programm Organic Precision Fires-Light(öffnet im neuen Fenster) (OPF-L), das darauf abzielt, tragbare, schwebende Munition auf verschiedenen Plattformen einzusetzen.


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