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Android XR: Google und Samsung präsentieren Vision-Pro-Konkurrenten

Samsungs neues VR -Headset ähnelt Apples Vision Pro , soll aber leichter und preiswerter sein. Das Betriebssystem stammt von Google.
/ Tobias Költzsch
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Samsungs Headset-Prototyp mit Android XR (Bild: Samsung)
Samsungs Headset-Prototyp mit Android XR Bild: Samsung

Google hat ein neues Betriebssystem für VR- und AR-Headsets vorgestellt. Android XR(öffnet im neuen Fenster) soll es Herstellern von Headsets und Brillen ermöglichen, mit ihren Geräten auf ein zuverlässiges System mit reichhaltiger Softwareauswahl zuzugreifen. Google zufolge sollen unter anderem Sony und Samsung an entsprechenden Geräten arbeiten.

Samsung stellte bereits ein erstes VR-Headset vor(öffnet im neuen Fenster) , das Apples Vision Pro Konkurrenz machen soll. Das momentan noch als "Moohan" (Koreanisch für unendlich) bezeichnete Gerät ähnelt vom Aussehen Apples Headset und kommt Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) zufolge ebenfalls mit einem externen Akku. Samsung will verschiedene Akkupacks mit unterschiedlicher Nennladung anbieten.

Moohan ist dem Bloomberg-Journalisten Mark Gurman zufolge wesentlich leichter als Apples Vision Pro. Gurman konnte das Headset bereits ausprobieren. Gesteuert wird das Betriebssystem, das in der Aufmachung durchaus Apples Vision OS ähnelt, mit Augen- und Gestensteuerung.

Gestensteuerung und AR-Modus per Doppeltippen

Wie beim Vision Pro führen Nutzer ihren Zeigefinger und ihren Daumen zusammen, um ein Element zu bestätigen. Dabei müssen die Finger im Unterschied zum Vision Pro im Kamerabild sichtbar sein. Über ein Doppeltippen auf eine Sensorfläche am Rand des Headsets können Nutzer in einen AR-Mode umschalten, der das durch die Kamera erfasste Bild der Außenwelt auf die Displays im Gerät überträgt.

Auf Moohan und den anderen noch kommenden Headsets mit Android XR können Nutzer Android-Apps in schwebenden Fenstern verwenden. Dabei sollen im Grunde alle Anwendungen zur Verfügung stehen. Youtube-Videos in 3D sollen sich auf dem Headset dreidimensional anschauen lassen können. Chrome kann in mehreren virtuellen Bildschirmen verwendet werden, Google Fotos bietet eine 3D-Umrechnung von Fotos und Videos an.

Außerdem bettet Google seinen KI-Sprachassistenten Gemini direkt in Android XR ein – anders als Apple mit der neuen KI-Siri bei Vision OS. Entsprechend sollen Nutzer beispielsweise die KI fragen können, was sie gerade sehen – das ist vor allem bei ebenfalls geplanten Smart Glasses mit Android XR praktisch. Brillenhersteller können mit Android XR einfacher als bisher in Konkurrenz zu Metas Smartglasses treten.

Samsungs Headset soll günstiger als Vision Pro sein

Samsung hat bislang noch kein Veröffentlichungsdatum für sein Headset genannt, auch keinen Preis. Bloomberg zufolge sollen Samsung-Vertreter geäußert haben, dass man unter dem Preis des Vision Pro liegen werde – in Deutschland kostet Apples Headset ab 4.000 Euro. Wann weitere Geräte mit Android XR erscheinen werden, ist aktuell ebenfalls noch nicht bekannt. Android veröffentlichte bereits eine Entwicklervorschau des Betriebssystems.


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