Abo
  • Services:

Android-Wettbewerbsverfahren: Google soll marktbeherrschende Stellung missbrauchen

Das Android-Betriebssystem sei "Teil einer breiteren Strategie", um Googles marktbeherrschende Stellung bei Suchdiensten auszubauen - so schreibt es die EU-Kommission in einem Statement an Google. Android sei zwar frei, aber ...

Artikel veröffentlicht am ,
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will weiter gegen Google vorgehen.
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will weiter gegen Google vorgehen. (Bild: John Thys/Getty Images)

Die EU-Kommission hat das Wettbewerbsverfahren gegen Google verschärft, wie EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager heute bekanntgegeben hat. Der Suchmaschinenbetreiber soll das von ihm selbst entwickelte Smartphone-Betriebssystem Android zum Ausbau seiner marktbeherrschenden Stellung bei Suchmaschinen und dem Betrieb des Play Stores missbraucht haben.

Stellenmarkt
  1. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen bei Freiburg im Breisgau
  2. Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern

Nach dem Abschluss der Voruntersuchung bekommt Google jetzt ein sogenanntes "Statement of Objection" zugeschickt und hat zwölf Wochen Zeit, darauf zu reagieren. Außerdem kann das Unternehmen eine mündliche Verhandlung bei der EU-Kommission beantragen.

Kritisiert wird konkret, dass Smartphone-Hersteller Android zwar frei installieren dürfen, für den Zugang zu Googles Play Store aber eine Lizenz beantragen müssen. Diese Lizenz aber gebe es nur, wenn auch Googles Such-App sowie der Chrome-Browser vorinstalliert werden und Google als primärer Suchdienst voreingestellt ist.

Android ist zwar frei, aber ...

Googles-Betriebssystem sei zwar Open Source, sagte Vestager, doch der Zugang zu für Verbraucher wichtigen Diensten wäre durch die Lizenzierung beschränkt. Hersteller dürften zudem nicht bei einem einzelnen Modell der Gerätepalette auf eine "alternative Android-Version eines Konkurrenten" zurückgreifen. Damit werde der Wettbewerb behindert und europäische Nutzer möglicher Innovationen beraubt.

Letztlich würde Google Android demnach nutzen, um seine marktbeherrschende Stellung bei der Suche zu verteidigen und auszubauen. In der EU liege der Marktanteil von Google bei der Suche bei über 90 Prozent. Weil mittlerweile fast 50 Prozent der Internetnutzung mobil abgewickelt würden und dieser Anteil stetig wachse, seien mobile Betriebssysteme von besonderer Bedeutung für zukünftige Marktanteile, sagte Vestager. Das Betriebssystem sei Teil "einer größeren Strategie" des Suchmaschinenkonzerns und müsse daher genauer untersucht werden.

Nachtrag vom 20. April 2016, 14:05 Uhr

Google hat sich in seinem Blog zu den Vorwürfen geäußert. In dem Statement schreibt das Unternehmen unter anderem, dass die "Partner-Verträge vollkommen freiwillig" seien - "jeder kann Android ohne Google nutzen. Versuchen Sie es - laden sie das ganze Betriebssystem herunter und nutzen es kostenfrei, verändern Sie es, wie Sie wollen und bauen Sie ein Telefon." Große Unternehmen wie Amazon würden genau das tun.

Hersteller, die "am Android-Ökosystem partizipieren wollen, müssen sich Tests unterziehen, um zu zertifizieren, dass ihre Geräte Android-Apps unterstützen", heißt es weiter. Ohne dieses System sei keine Kompatibilität der Apps zwischen den verschiedenen Android-Geräten gegeben. Mit dem Statement hat Google grundsätzlich recht - geht aber nicht auf die konkreten Kritikpunkte der EU-Kommission ein.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,99€
  2. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  4. (u. a. Diablo 3 Ultimate Evil Edition, Gear Club Unlimited, HP-Notebooks)

slemme 15. Jul 2016

Naja, Aptoide oder F-Droid wären schon einmal zwei freie Stores. F-Droid bietet zwar nur...

Lalande 24. Mai 2016

Google hat seit einiger Zeit doch das Wesentliche des ursprünglichen Erfolgsrezepts aus...

Trollversteher 22. Apr 2016

Falsch. Es gibt eine klare Aufteilung der Kompetenzbereiche zwischen Bundeskartellamt...

Trollversteher 22. Apr 2016

Das dachte ich mir ;-) In den USA ist iOS tatsächlich fast so weit verbreitet wie...

Test_The_Rest 22. Apr 2016

Da gebe ich Dir absolut Recht :) Extrem naiv.


Folgen Sie uns
       


Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018

Das ROG ist ein interessantes Konzept, das sich schon beim an Gamer gerichteten Design von anderen Telefonen unterscheidet. Außergewöhnlich sind die vielen Zubehörteile: darunter ein Handheld-Adapter, ein Desktop-Dock, ein Anstecklüfter und ein Controllermodul. Wir haben es uns angeschaut.

Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018 Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
    Elektroautos
    Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

    Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
    2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
    3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

    CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
    CD Projekt Red
    So spielt sich Cyberpunk 2077

    E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
    Von Peter Steinlechner


        •  /