Android Wear: Große Hersteller machen Smartwatch-Pause
Der Verkauf von Smartwatches bleibt für die Gerätehersteller weiterhin eine große Herausforderung. Das führt bei einigen großen Herstellern dazu, dass sie dieses Jahr keine neuen Smartwatches vorgestellt haben und dieses Jahr in dieser Richtung auch nichts mehr passieren wird, berichtet CNet(öffnet im neuen Fenster). Dazu gehören Vorreiter wie LG und Lenovo, aber auch Huawei verlässt sich auf die eine Smartwatch im Sortiment.
Jede Smartwatch wird Mobilfunktechnik haben
LG und seinerzeit Motorola gehören zu den Unternehmen, die besonders früh erste Smartwatches mit Android Wear angekündigt hatten. Motorola gehört mittlerweile zu Lenovo, aber noch im letzten Jahr gab es ein neues Modell der Moto 360. In diesem Jahr wird es aber keine neue Smartwatch von Lenovo geben. Der Hersteller geht davon aus, dass zukünftig alle Smartwatches mit Mobilfunktechnik versehen sein werden, so dass sie nicht zwingend auf ein Smartphone angewiesen sind.
Obwohl dies technisch bereits machbar sei, wären die Produkte noch nicht bereit genug dafür, erklärte ein Lenovo-Sprecher. Demnach wartet also Lenovo, bis die betreffenden Komponenten leistungsfähiger geworden sind, um sie verwenden zu können. Einen solchen Ansatz verfolgt auch Huawei. Sie erwarten, dass die Bauteile kleiner und die Prozessoren leistungsfähiger werden.
Die meisten Kunden interessieren sich nicht für Smartwatches
Das würde vor allem kleinere Geräte ermöglichen. Selbst aktuelle Smartwatches stecken in vergleichsweise klobigen Gehäusen, damit dort ein halbwegs ausreichend dimensionierter Akku Platz findet. Einer der Hauptkritikpunkte an modernen Smartwatches ist die sehr kurze Akkulaufzeit von wenigen Tagen. Im Vergleich zu klassischen Armbanduhren ist das eine erhebliche Einschränkung: Alle paar Tage muss der Smartwatch-Akku geladen werden. Bei klassischen Armbanduhren muss eine Batterie nach mehreren Monaten oder Jahren mal getauscht werden.
Nach Beobachtung von Samsung interessieren sich fast nur männliche Kunden für Smartwatches, die immer gerne aktuelle technische Geräte besitzen. Die große Masse der Kunden würde sich demnach stärker für Fitness-Tracker interessieren, die meist deutlich weniger als Smartwatches kosten.
LG wolle zunächst beobachten, welche Funktionen und Eigenschaften Kunden an Smartwatches besonders schätzen, um besser auf die Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Welche Folgen das für eine künftige LG-Smartwatch haben würde, bleibt dabei offen. Als Anbieter von Android Wear wurde auch Google um eine Stellungnahme gebeten, es gab aber keine. Im Herbst dieses Jahres soll Android Wear 2.0 erscheinen.
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