Android-Updates: Sony top, Samsung holt auf, Huawei enttäuscht
Wie lange muss ich noch warten, bis mein Smartphone die aktuelle Android-Version erhält? Diese Frage treibt viele Besitzer eines Android-Smartphones immer wieder um. Besonders nach dem Erscheinen von Android 5.0 alias Lollipop, also der aktuellen Version, stellt sie sich für die meisten Gerätebesitzer erneut.
Wir haben uns angesehen, welche Hersteller vorbildlich waren und von wem auch in Zukunft keine große Unterstützung zu erwarten ist. Dazu hat Golem.de analysiert, wie sich die Verteilung von Android-Updates in den vergangenen zwei Jahren verändert hat. Vor zwei Jahren hatten wir uns bereits in unserer ersten Untersuchung angesehen, welche Hersteller von Android-Geräten bei Aktualisierungen besonders zügig , aber auch möglichst umfassend sind.
Umfassend bezieht sich darauf, dass idealerweise nicht nur aktuelle Topmodelle mit neuen Android-Versionen versorgt werden, sondern auch ältere Modelle oder aktuelle Mittelklassegeräte. So kann ein Käufer vorher abschätzen, ob er für sein Smartphone noch viele Updates erwarten kann oder eher nicht. Aber auch so bleibt es ein Ratespiel, denn noch immer geizen die meisten Gerätehersteller mit ausreichenden Informationen.
Informationspolitik der Hersteller sehr unterschiedlich
In dieser Hinsicht hat sich in den vergangenen zwei Jahren nicht viel zum Guten gewandelt. Wie auch bei der ersten Untersuchung sticht Sony abermals positiv hervor. Das Unternehmen informiert regelmäßig über anstehende Aktualisierungen. Nach wie vor bietet kein anderer Hersteller einen vergleichbaren Service, wenn die Informationen von Sony an mancher Stelle auch frühzeitiger kommen könnten.
Bei der Analyse haben wir uns auf die großen Gerätehersteller und die jeweils für den deutschen Markt wichtigen Geräte konzentriert. Uns geht es darum, die allgemeine Update-Politik herauszuarbeiten. Dafür schauen wir uns zunächst an, welche Geräte wann Android 4.3 erhalten haben – also die letzte von drei Jelly-Bean-Versionen. Im zweiten Schritt betrachten wir die Verteilung von Android 4.4 alias Kitkat und schließlich folgt ein Ausblick auf das aktuelle Android 5.0 alias Lollipop.
Android 4.3 gab es nur für wenige Smartphones
Als erstes Nicht-Nexus-Gerät bekam das Galaxy S4 von Samsung die dritte Jelly-Bean-Version im Oktober 2013 – drei Monate nach dem Galaxy Nexus und dem Nexus 4. Auch das Galaxy S3 sollte zu diesem Zeitpunkt eigentlich an der Reihe sein, aber das Update wurde wegen Fehlern schnell wieder zurückgezogen. Erst im Dezember 2013 wurde es mit Fehlerkorrekturen erneut freigegeben. Das Galaxy Note 2 bekam die dritte Jelly-Bean-Version ebenfalls im Dezember 2013. Damit haben viele Topgeräte von Samsung das Update erhalten, allerdings nur wenige der Galaxy-Geräte, die Samsung insgesamt im Sortiment hat.
| Gerät | Update erschienen im |
|---|---|
| Google Galaxy Nexus | Juli 2013 |
| Google Nexus 4 | Juli 2013 |
| Samsung Galaxy S4 | Oktober 2013 |
| HTC One (M7) | November 2013 |
| Sony Xperia Z | Dezember 2013 |
| Sony Xperia ZL | Dezember 2013 |
| Sony Xperia ZR | Dezember 2013 |
| Samsung Galaxy S3 | Dezember 2013 |
| Sony Xperia Z Ultra | Dezember 2013 |
| Samsung Galaxy Note 2 | Dezember 2013 |
| HTC One Mini | Dezember 2013 |
| Sony Xperia Z1 | Dezember 2013 |
| Sony Xperia SP | Februar 2014 |
| Sony Xperia T | Februar 2014 |
| Sony Xperia TX | Februar 2014 |
| Sony Xperia V | Februar 2014 |
| Sony Xperia M | März 2014 |
| Sony Xperia M Dual | April 2014 |
Das One (M7) von HTC bekam Android 4.3 im November 2013 und das One Mini folgte einen Monat später. Damit war HTC zeitlich vorne mit dabei, brachte aber die Aktualisierung nur für sehr wenige Modelle. Sony begann im Dezember 2013 mit der Verteilung: Gleich fünf Smartphones wurden in diesem Monat mit Android 4.3 ausgestattet: Xperia Z, Xperia Z1, Xperia ZL, Xperia ZR und Xperia Z Ultra, also alles Geräte der Sony-Oberklasse.
Selbst Sonys damals aktuelle Mittelklassegeräte haben Updates bekommen, während sich HTC und Samsung auf die Topmodelle beschränkt hatten. Für das Xperia T, Xperia TX, Xperia V und das Xperia SP war es im Februar 2014 so weit. Das Xperia M folgte einen Monat später, und im April 2014 bekam die Dual-SIM-Ausführung die Aktualisierung. Für all diese Mittelklassegeräte war es die letzte Android-Version, ein Upgrade auf Kitkat gab es nicht.
Damit ist Sony bei Android 4.3 abermals der Hersteller, der so viele Geräte mit Updates versehen hat wie kein anderer. Für so manches Gerät wurde eine geplante Aktualisierung auf Android 4.3 übersprungen, und es bekam gleich Android 4.4.
Mit Android 4.4 wurde vieles besser
Auch bei Kitkat blieb Sony seinem Weg treu, viele Xperia-Smartphones haben das Update erhalten. Abermals wurden zeitlich die Topmodelle bevorzugt, allerdings gehört Sony weiterhin nicht zu den schnellsten: Das Xperia Z1 und Z1 Compact sowie das Xperia Z Ultra erhielten die Aktualisierung im März 2014 – also vier Monate nach dem Erscheinen von Kitkat.
Im Mai 2014 folgten die Aktualisierungen für die Modelle Xperia Z, Xperia ZL und Xperia ZR. Im August 2014 waren das Xperia E1 und das Xperia M2 mit einer zweimonatigen Verzögerung an der Reihe. Es wurden also deutlich weniger Mittelklassegeräte mit Kitkat versorgt, als dies noch bei Android 4.3 der Fall war. Dennoch gehört Sony zu den Herstellern, der Kitkat für vergleichsweise viele Geräte veröffentlicht hat.
Absagen bei Samsung
Auch bei Samsung erhalten vor allem Geräte der Oberklasse Aktualisierungen. Wer sich ein Mittelklasse-Smartphone kauft, hat deutlich geringere Chancen, dass es aktualisiert wird. Bezüglich Kitkat fiel Samsung unangenehm durch ein abgesagtes Update für zwei Geräte auf: Sowohl für das Galaxy S3 als auch das Galaxy S3 Mini hatte Samsung Android 4.4 versprochen, aber drei Monate später wurde im Mai 2014 bekanntgegeben, dass Kitkat doch nicht erscheinen werde .
| Gerät | Update erschienen im |
|---|---|
| Google Nexus 4 | November 2013 |
| Motorola Moto X | November 2013 |
| Motorola Moto G | Dezember 2013 |
| Samsung Galaxy Note 3 | Januar 2014 |
| Samsung Galaxy S4 | Februar 2014 |
| HTC One (M7) | Februar 2014 |
| LG G2 | März 2014 |
| HTC One Max | März 2014 |
| HTC One Mini | März 2014 |
| Sony Xperia Z1 Compact | März 2014 |
| Sony Xperia Z1 | März 2014 |
| Sony Xperia Z Ultra | März 2014 |
| Sony Xperia ZR | Mai 2014 |
| Sony Xperia ZL | Mai 2014 |
| Sony Xperia Z | Mai 2014 |
| Samsung Galaxy S4 Mini | Juni 2014 |
| Samsung Galaxy S4 Active | Juni 2014 |
| Huawei Ascend P6 | Juni 2014 |
| Samsung Galaxy Note 2 | Juli 2014 |
| LG Optimus G | August 2014 |
| Sony Xperia E1 | August 2014 |
| Sony Xperia M2 | September 2014 |
| LG G Flex | September 2014 |
| Samsung Galaxy Note 3 | Oktober 2014 |
| Motorola Razr HD | Oktober 2014 |
| Huawei Mediapad X1 7.0 | November 2014 |
| Samsung Galaxy S4 Zoom | November 2014 |
| Huawei Ascend P7 Mini | Dezember 2014 |
Abseits davon war Samsung etwas schneller als Sony: Im Januar 2014 erhielt das Galaxy Note 3 Kitkat, und einen Monat später folgte das Galaxy S4 – damit bekamen Samsung-Kunden die Aktualisierung zwei Monate nach dem Nexus 4. Dann gab es eine längere Pause von vier Monaten: Im Juni 2014 folgten Aktualisierungen für das Galaxy S4 Mini und das Galaxy S4 Active. Einen Monat später war dann mit einer dreimonatigen Verzögerung das Galaxy Note 2 dran, das eigentlich schon für März 2014 versprochen worden war.
Dann gab es wieder eine längere Pause von diesmal drei Monaten: Im Oktober 2014 erhielten Besitzer des Galaxy Note 3 Neo Kitkat, im November 2014 folgte das Galaxy S4 Zoom. Vor allem Käufer eines Galaxy Ace 3 und eines Galaxy Grand Neo dürften enttäuscht sein: Die Geräte erschienen Ende 2013 respektive Anfang 2014, laufen beide noch mit Android 4.2 und haben bisher kein Update erhalten, obwohl die Modelle aktuell sind.
HTC war schnell, hat aber nur wenige Geräte aktualisiert
Sehr schnell war auch HTC mit seinen Kitkat-Updates: Das One (M7) erhielt die Aktualisierung bereits im Februar 2014, also ähnlich früh wie das Galaxy S4. Dann folgten im März 2014 bereits die Aktualisierungen für das One Mini und das One Max. Für die Smartphones der Desire-Reihe hat HTC generell kein Kitkat verteilt. Hier steht HTC nicht gut da, und es bleibt zu hoffen, dass sich dieses Vorgehen mit Android 5.0 ändert.
LG ist langsam bei Updates
Ein bisschen besser ist es für die Kunden von LG – denn bei den Oberklassegeräten werden auch ältere Modelle unterstützt. So hat das Optimus G ein Update auf Kitkat erhalten, allerdings erst im August 2014. Zuvor erschien Android 4.4 für das damalige Topmodell G2 im März 2014. Im September 2014 haben schließlich Besitzer des G Flex Kitkat erhalten. Das Update für das G Pro ist bislang nicht erschienen, es steht seit einem halben Jahr aus. Auch bei LG fällt der Trend auf, aktuelle Updates vor allem für Oberklassegeräte anzubieten, während Besitzer eines Mittelklassegeräts nicht viel zu erwarten haben.
Motorola hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck
Die Update-Politik bei Motorola hat sich vor allem mit Kitkat erheblich verbessert – allerdings nicht für Besitzer älterer Modelle. Erst mit der Moto-Reihe erhalten die Smartphones von Motorola vielfach als erste nach den Nexus-Geräten Aktualisierungen. So bekam das Moto G Kitkat bereits im Dezember 2013 – einen Monat nach dem Nexus 4 und einen Monat, nachdem das Smartphone auf den Markt gekommen war – äußerst vorbildlich.
Einen gegenteiligen Eindruck vermittelt der Blick auf die Razr-Modelle: Erst knapp ein Jahr nach dem Nexus 4 bekam das Razr HD mit einer viermonatigen Verspätung das Update auf Android 4.4 im Oktober 2014. Ebenfalls für Juni 2014 hatte Motorola eine Aktualisierung für das Razr I versprochen – bisher ist es nicht erschienen.
Huawei ist das Update-Schlusslicht
Bei unserer letzten Untersuchung zum Verhalten von Android-Aktualisierungen war Motorola noch das Schlusslicht. In diesem Jahr ist es ganz klar Huawei. Der Hersteller beliefert viele Geräte nicht mit Updates und ist einer der wenigen, der auch dieses Jahr noch viele neue Smartphones auf den Markt gebracht hat, die nicht mit Android 4.4 bestückt waren.
Bei Huawei wurde Kitkat spät und nur für sehr wenige Geräte veröffentlicht. Das Ascend P6 hat es als erstes Huawei-Smartphone erst im Juli 2014 erhalten – mit fast einem halben Jahr Verspätung. Und erst im November 2014 bekam das Mediapad X1 7.0 die Aktualisierung, gefolgt vom Ascend P7 Mini im Dezember 2014. Ebenfalls alles andere als rühmlich: Das frühere Topmodell Ascend Mate hat nie ein Update auf Android 4.4 erhalten. Stattdessen bekam es erst im April 2014 Android 4.2, als andere Hersteller bereits Kitkat ausgeliefert hatten.
Kitkat bringt Besserung abseits der reinen Updates
Ganz generell wird das Update-Problem von den Herstellern auch an anderer Stelle angegangen – und zwar mit Android 4.4. Seitdem Google Kitkat veröffentlicht hat, sind die großen Hersteller bei neuen Smartphones deutlich schneller auf die jeweils aktuelle Version umgestiegen. Zuvor kam es durchaus vor, dass neue Geräte noch mit einer veralteten Android-Version erschienen sind. Hier macht sich positiv bemerkbar, dass Kitkat zu einem günstigen Zeitpunkt fertiggestellt wurde: Ende des Jahres.
Vom Spätherbst bis zum Frühjahr eines Jahres werden nur sehr wenige neue Geräte auf den Markt gebracht. Dadurch erhielten die Hersteller genügend zeitlichen Vorlauf, ihre Geräte gleich mit Kitkat auf den Markt bringen zu können. Google hatte jetzt geschickter eine Phase abgepasst, in der generell wenig neue Modelle in den Verkauf gehen.
Smartphones ohne Update
Diese Beobachtung haben wir bei HTC, LG, Motorola, Samsung und Sony gemacht. Als einziger der großen Hersteller folgt Huawei diesem Trend überhaupt nicht. Stattdessen veröffentlichen Huawei und seine neue Honor-Tochter das ganze Jahr über Geräte ohne Kitkat. So kamen im April und Mai 2014 gleich mehrere Ascend-Modelle der G-Serie noch mit Android 4.2, also nicht einmal mit der aktuellen Jelly-Bean-Version.
Anfang 2014 war sogar noch eines mit Android 4.1 dabei. Als Huawei das Ascend G6 im Juni 2014 mit Android 4.3 auf den Markt gebracht hatte, war Jelly Bean bei allen anderen Herstellern schon seit Monaten durch. Und alle dieses Jahr mit Jelly Bean erschienenen Huawei-Smartphones haben bislang kein Kitkat erhalten.
Mit der Honor-Marke wurde es noch schlimmer
Ende 2014 brachte Huawei die Honor-Marke in Deutschland auf den Markt und hat seitdem drei Geräte vorgestellt. Aber nur das Honor 6 läuft gleich mit Kitkat. Das Honor T1 wird noch mit dem veralteten Android 4.3 ausgeliefert, noch schlimmer ist es für Käufer des Honor 3C: Es wird mit Android 4.2 verkauft – und beide Geräte sind erst im November respektive Dezember 2014 auf den Markt gekommen.
Das Honor 3C soll erst Anfang 2015 ein Update auf Kitkat bekommen – also zu einem Zeitpunkt, zu dem andere Hersteller bereits Lollipop verteilen wollen. Ob das Honor T1 Kitkat oder Lollipop erhalten wird, ist nicht bekannt. Die bisherigen Beobachtungen bei Huawei lassen nicht darauf hoffen, dass die beiden neuen Honor-Geräte frühzeitig Lollipop bekommen.
Bezüglich Android 5.0 alias Lollipop könnte sich diese Entwicklung fortsetzen. Denn bei der Veröffentlichung von Android 5.0 gibt es etliche Parallelen zu Kitkat: Auch die aktuelle Android-Version wurde Ende des Jahres veröffentlicht. Erneut wurde eine Phase im Jahr gewählt, in der nur wenige neue Modelle vorgestellt werden. Dadurch haben die Hersteller erneut ausreichend Vorlauf, um Geräte gleich mit Lollipop auf den Markt zu bringen.
Ob diese Chance von den Herstellern ergriffen wird, muss sich zwar erst noch zeigen, aber alle Indizien deuten auf eine Fortsetzung dieser Entwicklung hin. Im Frühjahr nächsten Jahres werden neue Smartphones auf den Markt kommen – voraussichtlich mit Lollipop. Das Frühjahr hat sich seit einigen Jahren als Zeitraum für die Markteinführung neuer Top-Smartphones etabliert. Die später erscheinenden Mittelklasse- und Einsteiger-Geräte profitieren dann von der Entwicklungsarbeit an den Topmodellen.
Ankündigungen für Android 5.0
Nur wenige Hersteller haben bereits Updates auf Android 5.0 veröffentlicht. Ungewöhnlich ist das Vorpreschen von LG, das Lollipop bereits für das G3 im Dezember 2014 veröffentlicht und damit sogar noch Motorola überholt hat. Das Nexus 4 und 5 haben das Update nur einen Monat vorher bekommen. Im ersten Quartal 2015 ist das Update auch für das G2 von LG geplant.
Ende Dezember 2014 folgte dann Motorola mit dem Moto X (2014), alle übrigen Moto-Modelle warten in Deutschland weiterhin auf die Aktualisierung. Motorola selbst hat keine Termine für die Lollipop-Aktualisierungen genannt, sondern nur angekündigt, dass alle Moto-Modelle die aktuelle Android-Version erhalten würden, also das Moto E, beide Moto-G-Modelle sowie das erste Moto X. Falls Motorola seiner bisherigen Linie treu bleibt, sollten die Aktualisierungen spätestens im Januar 2015 erscheinen.
Bis Februar 2015 will HTC zumindest für das One (M7) und das One (M8) Lollipop fertig haben. Bislang wurde für kein weiteres HTC-Smartphone eine Aktualisierung angekündigt. Von Samsung gibt es mal wieder nur inoffizielle Informationen: Eigentlich sollte das Galaxy S5 das Update noch im Dezember 2014 erhalten, jetzt wurde es zumindest für die Schweiz für Ende Januar 2015 versprochen. Im ersten Quartal 2015 wird die Aktualisierung für das Galaxy S4 erwartet.
Fazit
Wie bisher fällt Sony mit einer vergleichsweise umfassenden Informationspolitik positiv auf. So sollen die Modelle Xperia Z2, Xperia Z3 und Xperia Z3 Compact Lollipop noch im ersten Quartal 2015 erhalten. Danach folgen alle übrigen Xperia-Z-Modelle – ohne genauen Termin. Weder Sony noch Samsung, LG oder HTC haben das aktuelle Android-Update bislang für ihre Mittelklassegeräte angekündigt. Damit ist hier die Entwicklung derzeit noch nicht absehbar.
Fazit
Kitkat hat die Android-Update-Welt ein ganzes Stück besser gemacht: Seit Android 4.4 sind deutlich seltener Smartphones mit veralteten Android-Versionen auf den Markt gekommen. In den Jahren zuvor war dies leider eher die Regel als die Ausnahme. Wer also im vergangenen Jahr ein Smartphone gekauft hat, dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit eines mit Kitkat haben. Unrühmliche Ausnahme ist hier Huawei – auch mit der neuen Honor-Marke -, selbst Endes des Jahres erschienen noch Jelly-Bean-Geräte von dem Hersteller.
Generell haben die Hersteller viele ihrer Geräte mit Kitkat ausgestattet, aber vor allem als Besitzer eines Mittelklassegerätes sinken die Chancen massiv, eine aktuelle Android-Version zu bekommen. Bezüglich Kitkat hinterlässt Samsung kein rühmliches Bild, denn das bereits wiederholt angekündigte Kitkat-Update wurde sowohl für das Galaxy S3 als auch das Galaxy S3 Mini abgesagt.
Derzeit ist noch nicht absehbar, ob weitere Geräte dazukommen. Denn seit Monaten versprochene Updates sind bislang nicht erschienen, ohne Informationen, ob diese noch kommen werden. Die Liste der abgesagten Aktualisierungen könnte also noch länger werden, dann vor allem bei Motorola und LG.
Sony und in Teilen auch Motorola gefallen mit einer guten Informationspolitik und informieren Kunden vergleichsweise gut über die Update-Pläne. Deutlich schlechter sieht es bei Samsung, HTC und auch LG aus. Aber auch bei Sony gibt es etwas zu verbessern: Es sollte frühzeitiger bekanntgegeben werden, welche Geräte in jedem Fall ein Update bekommen und welche Modelle keines erhalten werden.
Die Verbesserungen bei Kitkat werden hoffentlich bei Lollipop fortgeführt werden: Dann sollte es von den großen Herstellern ab dem Frühjahr 2015 keine Neuvorstellung mehr ohne Lollipop geben. Bei der Versorgung der aktuellen Version sollten aber alle Hersteller mehr Engagement zeigen und deutlich mehr Geräte als bisher bedenken.
Es ist bereits davon auszugehen, dass halbwegs aktuelle Topmodelle ein Update auf Lollipop erhalten werden. Aber vor allem viele Besitzer von Mittelklassegeräten sollten nicht länger von den aktuellen Android-Entwicklungen abgehängt werden. Hier müssen die Hersteller nachbessern.
Auch bei der Geschwindigkeit der Update-Belieferung ist noch viel Spiel nach oben. Während aktuelle Topmodelle Updates vorbildlich schnell erhalten haben, dauert es bei weniger prestigeträchtigen Geräten deutlich länger. Und so manches Gerät wartet nach Monaten noch immer auf das Kitkat-Update. Auch hierbei ist wünschenswert, dass sich mit Lollipop einiges zum Besseren wendet.
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