Android-Updates: Google will säumige Gerätehersteller bloßstellen

Google möchte mit Druck erreichen, dass Android-Updates künftig zügiger auf die Geräte kommen. Dabei schreckt Google auch nicht davor zurück, säumige Gerätehersteller öffentlich bloßzustellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Google will die Bereitstellung von Android-Updates beschleunigen.
Google will die Bereitstellung von Android-Updates beschleunigen. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Google will Gerätehersteller stärker unter Druck setzen, damit Android-Geräte schneller als bisher mit Updates versorgt werden. Für Besitzer von Android-Geräten ist es seit einigen Jahren ein Ärgernis: Wenn sie nicht gerade ein halbwegs aktuelles Nexus-Gerät besitzen, dauert es oft Monate, bis sie vom Gerätehersteller ein Update auf die derzeit aktuelle Android-Version erhalten.

Liste zur Update-Geschwindigkeit der Hersteller

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator - Linux (m/w/d)
    etailer Solutions GmbH, Olpe
  2. Systemadministrator*in (m/w/d) für IT-Basisdienste
    Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Detailsuche

Google hat in der Vergangenheit immer wieder Versuche unternommen, die Update-Versorgung der Gerätehersteller mit Anreizen zu beschleunigen - bisher ohne den gewünschten Erfolg. Nun will Google die Hersteller stärker als bisher unter Druck setzen. Dazu wurde Anfang des Jahres eine Liste angelegt, die zeigt, welche Gerätehersteller bei der Versorgung mit Android-Updates besonders langsam sind, berichtet Bloomberg mit Verweis auf Personen, die mit den Plänen vertraut sind. Google wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die betreffende Auflistung hat Google mit Android-Partnern ausgetauscht. Die Liste geht auch darauf ein, welche Gerätehersteller bei Sicherheitsupdates besonders langsam sind. Dabei wurde diskutiert, eine solche Aufstellung zu veröffentlichen, um so Druck auf die Gerätehersteller auszuüben, die bei der Bereitstellung von Android-Updates besonders langsam sind. Umgekehrt sollen Gerätehersteller, die besonders zügig Updates bereitstellen, damit gelobt werden.

Über 90 Prozent der Android-Geräte sind veraltet

Das Android-Ökosystem leidet seit Jahren darunter, dass viele Smartphones und Tablets keine aktuellen Android-Versionen von den Herstellern der Geräte erhalten. Das hat zu einer entsprechend starken Fragmentierung geführt. Die wenigsten in Betrieb befindlichen Smartphones und Tablets laufen mit der aktuellen Android-Version. Aktuell nutzen 92,5 Prozent der im Einsatz befindlichen Geräte eine veraltete Android-Version.

Golem Akademie
  1. Mobile Device Management mit Microsoft Intune
    22.-23. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Nur die Nexus-Geräte und das Pixel C erhalten Updates direkt von Google. Alle übrigen Android-Geräte werden von den Herstellern mit Updates versorgt. Aber auch die Mobilfunknetzbetreiber spielen bei all dem eine Rolle, weil sie die Updates testen, bevor sie diese für Geräte ihrer Kunden zur Verfügung stellen.

Auch Netzbetreiber sind gefordert

In den USA wird noch immer die überwiegende Anzahl der Smartphones über die Netzbetreiber verkauft. Vielfach können Kunden das Smartphone nur beim Netzbetreiber erwerben. Diese Geräte erhalten dann die Updates nicht direkt vom Gerätehersteller, sondern im Grunde vom Netzbetreiber. Und der testet die Updates nochmals - je nach Netzbetreiber kann das mehrere Monate dauern.

Die US-Netzbetreiber hätten die Testdauer bereits verkürzt, so dass es etwa bei Sprint nicht mehr drei Monate, sondern nur einige Wochen dauere, bis die Tests abgeschlossen seien, erklärte Ryan Sullivan, Sprints Vice President of Product Development. Auch Verizon soll seinen Testzeitraum um einige Wochen verkürzt haben. Die reinen Sicherheitsupdates für Android-Geräte sollen nach dem Willen Googles von den ausführlichen Tests ausgenommen werden, erklärte ein Manager eines nicht genannten Geräteherstellers.

Google hat vor einiger Zeit monatliche Sicherheitsupdates für die Android-Geräte versprochen. Diese Updates gibt es aber immer nur für die Geräte mit einer aktuellen Android-Version. Damit sind mehr als 90 Prozent der verwendeten Geräte per se von diesen Patches ausgeschlossen. Samsung und LG hatten versprochen, diese Sicherheitspatches zügig bereitzustellen, haben dieses Versprechen aber vielfach nicht einlösen können. Die übrigen Hersteller von Android-Geräten bieten sie gar nicht erst an.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Neuro-Chef 28. Mai 2016

Das dürfte inzwischen kein Problem mehr sein. Marshmallow soll ja angeblich sogar...

Neuro-Chef 28. Mai 2016

Am Board nicht, aber am Netzteil mit dem falschen Kabel (das vom vorherigen Netzteil...

triplekiller 28. Mai 2016

jsiwnfbdkwndnjxjd ajdhwn haha ksjwnfjdksks habe nie so gut auf der tastatur geschlafen

My1 28. Mai 2016

naja es wurde nicht gesagt "plaintext" sondern "was er hat" und das sind natürlich...

Junior-Consultant 27. Mai 2016

Inwiefern? Hab ich was verpasst, gestern gabs doch erst eine neue Preview-Version. LG



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Waffensystem Spur
Menschen töten, so einfach wie Atmen

Soldaten müssen bald nicht mehr um ihr Leben fürchten. Wozu auch, wenn sie aus sicherer Entfernung Roboter in den Krieg schicken können.
Ein IMHO von Oliver Nickel

Waffensystem Spur: Menschen töten, so einfach wie Atmen
Artikel
  1. OpenBSD, TSMC, Deathloop: Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt
    OpenBSD, TSMC, Deathloop
    Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt

    Sonst noch was? Was am 15. Oktober 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

  3. China: Illegale Kryptominer zapfen Strom von Staatsfirmen an
    China
    Illegale Kryptominer zapfen Strom von Staatsfirmen an

    Im Kampf gegen Kryptomining haben chinesische Behörden entdeckt, dass auch in staatlichen Unternehmen und Behörden Strom abgezapft wurde.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bis 21% auf Logitech, bis 33% auf Digitus - Cyber Week • Crucial 16GB Kit 3600 69,99€ • Razer Huntsman Mini 79,99€ • Gaming-Möbel günstiger (u. a. DX Racer 1 Chair 201,20€) • Alternate-Deals (u. a. Razer Gaming-Maus 19,99€) • Gamesplanet Anniversary Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /