Android und iOS: Kontaktverfolgung ohne spezielle App möglich

Google und Apple haben die Kontaktverfolgung per Bluetooth in die Betriebssysteme integriert. Das soll die Corona-Apps kompatibler machen.

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Google und Apple machen spezielle Corona-Apps überflüssig.
Google und Apple machen spezielle Corona-Apps überflüssig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen soll künftig auch ohne eine spezielle App möglich sein. Die Betriebssystemanbieter Google und Apple teilten am Dienstag mit, sie hätten ihre Bluetooth-Schnittstelle weiterentwickelt und in die Betriebssysteme Android und iOS integriert. Allerdings sei es auch weiterhin möglich, vorhandene Apps wie die Corona-Warn-App der Bundesregierung zu nutzen. Apple hatte die neuen Funktionen in der vergangenen Woche bereits in einer Beta-Version von iOS 13.7 veröffentlicht.

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Nach Angaben des US-Magazins The Verge müssen Gesundheitsbehörden wie das Robert-Koch-Institut (RKI) also keine eigene App mehr entwickeln, sondern können eine Konfigurationsdatei hinterlegen, die unter anderem Parameter für die Risikoermittlung enthält. In Android werde auf Basis der Daten dann eine eigene App generiert, während iOS die Einstellungen in das Betriebssystem übernehme. Nutzer müssen das System explizit in den Einstellungen des Betriebssystems aktivieren.

Aus dem Bericht geht nicht hervor, dass Apple und Google künftig auch die Server betreiben, auf die die Schlüssel der Infizierten hochgeladen werden. Auch müssten die Gesundheitsbehörden künftig wohl weiterhin die Freigabe für das Hochladen der Keys kontrollieren. Allerdings hätten die beiden Firmen Zugriff auf die Fehlermeldungen der Apps beziehungsweise des Betriebssystems.

Apps werden interoperabel

Nach Angaben von The Verge soll es möglich werden, Systeme verschiedener US-Bundesstaaten über die Betriebssysteme miteinander zu verknüpfen. Bislang sind die einzelnen Corona-Apps noch nicht miteinander kompatibel. Innerhalb der EU sind die Deutsche Telekom und SAP damit beauftragt worden, eine Interoperabilität der Apps zu ermöglichen. Das dürfte jedoch nur dann funktionieren, wenn die Apps jeweils die Schnittstelle von Google und Apple nutzen.

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Apple veröffentlichte am Dienstag laut 9to5Mac die offizielle Version von iOS 13.7. Die Bluetooth-Schnittstelle bei Android-Geräten wurde bisher über die Google-Dienste implementiert. Ein Update des Betriebssystems ist jedoch von den Smartphone-Herstellern abhängig. Daher dürfte es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die entsprechenden Android-Versionen aktualisiert sind, falls dies überhaupt noch möglich ist.

Die Deutsche Telekom registriert täglich rund 14 Millionen Abrufe von Nutzern der Corona-Warn-App auf ihren Servern. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die App seit Mitte Juni 2020 etwa 17,8 Millionen Mal heruntergeladen worden (PDF).

Die Corona-Warn-App verbindet sich in der Regel einmal täglich mit den Backend-Servern, um die Schlüssel von Neuinfizierten herunterzuladen. Durch den Abgleich mit zuvor ausgetauschten IDs anderer Nutzer kann die App feststellen, ob es in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit Infizierten gegeben hat. Je nach Dauer und Abstand des Kontaktes zu Infizierten gibt die App eine Risikobewertung ab. Die App soll den Behörden dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. Die Telekom entwickelte sie zusammen mit SAP.

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