Android-Startbildschirm: Chameleon-Projekt muss erneut 50.000 US-Dollar sammeln

Ein peinlicher Fehler hat die Sammelaktion für Chameleon zunichtegemacht. Die Geldsammlung erfolgte mit einem Amazon-Payment-Konto eines Mitarbeiters, der das Unternehmen mittlerweile verlassen hat. Nun muss Teknision erneut 50.000 US-Dollar für den Android-Startbildschirm sammeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Chameleon für Android-Tablets
Chameleon für Android-Tablets (Bild: Teknision)

In dieser Woche will das kanadische Unternehmen Teknision für das Chameleon-Projekt einen neuen Anlauf auf der Geldsammelseite Kickstarter wagen. In der zurückliegenden Woche hatte Teknision für das Chameleon-Projekt zehn Tage vor Ablauf der Spendensammelfrist die Zielsumme von 50.000 US-Dollar zusammen. Das Kickstarter-Projekt war allerdings einem Amazon-Payment-Konto zugewiesen, das einem früheren Mitarbeiter von Teknision gehört.

Umbuchung der Spendensumme ist nicht möglich

Teknision hatte Kickstarter gebeten, das Projekt auf ein anderes Amazon-Payment-Konto umzubuchen, aber das war laut Kickstarter nicht möglich. Das kanadische Unternehmen hatte es nach eigener Aussage schon nicht einfach, das Projekt bei Kickstarter einzustellen, weil das nur geht, wenn eine Kreditkarte aus den USA vorliegt. Vor Ablauf der Spendensammelaktion wurde das Projekt beendet, so dass auch das gespendete Geld nicht eingesammelt wurde.

Nun fordern die Chameleon-Macher die Spender auf, erneut für das Projekt zu spenden und entschuldigen sich für die Unannehmlichkeiten. Im Laufe der Woche soll das Chameleon-Projekt erneut auf Kickstarter eingestellt werden. Ein genaues Datum gibt es dazu nicht. Als Gegenleistung werden alle Spender fünf kostenlose Hintergrundmotive für Chameleon erhalten, die mindestens 5 US-Dollar spenden. Bisher gab es das nur, wenn mindestens 10 US-Dollar gespendet wurden. Ab einer Spende von 5 US-Dollar verteilte Teknision die fertige Software kostenlos, bevor sie in Googles Play Store erscheinen wird. Für das Geldsammeln via Kickstarter waren Spenden ab 1 US-Dollar möglich.

Ab welchen Spendensummen künftig Sonderaktionen gelten, ist noch offen. Wer zum Ende der Aktion mindestens 25 US-Dollar gespendet hatte, sollte zudem als Unterstützer namentlich im Programm erwähnt werden. Wer vorher mindestens 50 US-Dollar gespendet hatte, kam ebenfalls in den Genuss einer Namensnennung.

Chameleon soll die Tablet-Nutzung komfortabler machen

Chameleon erlaubt es, verschiedene Startbildschirme mit den relevanten Informationen zu füllen. Die einzelnen Startbildschirme sollen sich wahlweise abhängig von Tageszeit oder Aufenthaltsort aktivieren. So kann etwa morgens ein Startbildschirm mit den aktuellen Schlagzeilen und Tweets erscheinen, der über das aktuelle Tagesgeschehen informiert. Im Büro könnten dann die für die Arbeit relevanten Daten und Anwendungen erscheinen, um diese bequem im Zugriff zu haben. Wenn der Tabletnutzer abends zu Hause ist, könnten zur Zerstreuung passende Videostreaming-Plattformen oder Spiele auf dem Startbildschirm zu sehen sein.

Chameleon soll auf allen Tablets funktionieren, auf denen mindestens Android 3.2 läuft. Außerdem wird ein Display mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln und einer Displaydiagonalen von 10,1 Zoll vorausgesetzt. Kleinere Displays, eine geringere Auflösung oder ältere Android-Versionen werden derzeit nicht unterstützt. Später könnte es Chameleon auch für kleinere Displays mit einer geringeren Auflösung geben.

Zunächst wird Chameleon ausschließlich mit einer englischsprachigen Oberfläche veröffentlicht. Erst später soll dann auch eine deutsche Version erscheinen. Auch eine Mehrbenutzerverwaltung ist erst für die Zukunft geplant, so dass Chameleon zunächst nicht ohne weiteres von unterschiedlichen Personen sinnvoll genutzt werden kann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


SlightlyHomosex... 14. Jun 2012

Schon klar das ich da ne Multifunktionsfernbedienung nutzen kann. Will ich aber ja gerade...

Reiter auf dem... 13. Jun 2012

Naja, es gibt keine Garantie, das am Ende das angepriesene Produkt herauskommt oder auch...

__destruct() 12. Jun 2012

Das Trollen nicht verstanden.

Trockenobst 12. Jun 2012

Als "Kickstarter"-Pledger nicht. Als Projektstarter schon. Amazon kann deinen Account...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Custom Keyboard
Youtuber baut riesige Tastatur für 13.500 Euro

Die Switches haben das 64-fache Volumen und das Gehäuse ist menschenhoch: Ein Youtuber baut eine absurd große Tastatur für absurd viel Geld.

Custom Keyboard: Youtuber baut riesige Tastatur für 13.500 Euro
Artikel
  1. Super Nintendo: Fan bringt verbessertes Zelda 3 für Windows, MacOS und Linux
    Super Nintendo
    Fan bringt verbessertes Zelda 3 für Windows, MacOS und Linux

    Aus 80.000 Zeilen C-Code besteht die per Reverse Engineering generierte Version von Zelda 3. Die bringt einige Verbesserungen und 16:9.

  2. Twitter: Der blaue Haken bringt Musk nur wenig Geld
    Twitter
    Der blaue Haken bringt Musk nur wenig Geld

    Weltweit hat Twitter angeblich schon einige Hunderttausend zahlende Nutzer. Das dürfte die Finanzprobleme aber nur wenig mildern.

  3. Linux: Alte Computer zu neuem Leben erwecken
    Linux
    Alte Computer zu neuem Leben erwecken

    Computer sind schon nach wenigen Jahren Nutzungsdauer veraltet. Doch mit den schlanken Linux-Distributionen AntiX-Linux, Q4OS oder Simply Linux erleben ältere PC-Systeme einen zweiten Frühling.
    Von Erik Bärwaldt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • DAMN-Deals: AMD CPUs zu Tiefstpreisen (u. a. R7 5800X3D 324€)• MindStar: Zotac RTX 4070 Ti 949€, XFX RX 6800 519€ • WSV-Finale bei MediaMarkt (u. a. Samsung 980 Pro 2 TB Heatsink 199,99€) • RAM im Preisrutsch • Powercolor RX 7900 XTX 1.195€ • PCGH Cyber Week nur noch kurze Zeit [Werbung]
    •  /