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Mit Owncloud zur eigenen Synchronisation

Auf einem Google-freien Android-Gerät gibt es beim Kalender und den Kontakten von Hause aus nur eine Exchange-Synchronisation, ansonsten können Kontakte nur lokal gespeichert werden. Cloud-Dienste wie Owncloud helfen aber dabei, eine eigene Synchronisation aufzubauen. Wie man den Dienst auf einem eigenen Homeserver einrichtet, hat Golem.de bereits erklärt. Wer sich damit zufriedengibt, dass seine Daten auf dem Webspace eines Hosters liegen, kann es noch einfacher haben.

  • Ohne die Google-Apps sieht Android zunächst etwas karg aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Apps besorgt man sich am besten in alternativen App-Shops wie F-Droid ...
  • ... oder Getjar. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch die von Google gewohnte automatische, Geräte übergreifende Synchronisierung lässt sich durch eine eigene Cloud-Lösung wie Owncloud relativ leicht ersetzen. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit der kleinen App Dav Droid lassen sich Owncloud-Kalender wie normale Konten in Android einbinden. (Screenshot: Golem.de)
  • Termine werden anschließend im Android-Kalender angezeigt und in zwei Richtungen synchronisiert. (Screenshot: Golem.de)
  • Für andere Apps lassen sich häufig mobile Internetseiten als Ersatz verwenden, etwa Here Maps ...
  • ... oder auch die Youtube-Seite. (Screenshot: Golem.de)
Auch die von Google gewohnte automatische, Geräte übergreifende Synchronisierung lässt sich durch eine eigene Cloud-Lösung wie Owncloud relativ leicht ersetzen. (Screenshot: Golem.de)
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Um sich ihre eigene Owncloud einzurichten, müssen Nutzer lediglich eine Konfigurationsdatei von der Owncloud-Homepage herunterladen und sie auf ihren Webspace laden. Achtung: Der Anbieter muss PHP unterstützen, inklusive der PHP-Erweiterung PDO - ansonsten funktioniert der Owncloud-Server nicht. Ist die Unterstützung gegeben, ist die Installation ein Kinderspiel.

Über eine Web-Oberfläche können der Kalender, die Kontaktdatenbank und die weiteren Funktionen der eigenen Owncloud einfach eingesehen und bearbeitet werden. Vorhandene Datenbanken wie Kontaktsammlungen können einfach importiert werden. Über eine Smartphone-App, die bei F-Droid erhältlich ist, kann der Nutzer auch Inhalte des Smartphones in der Cloud speichern. Wirklich interessant wird es jedoch, wenn über Carddav und Caldav die Kontakte und der Kalender geräteübergreifend synchronisiert werden.

Dav Droid bringt die Geräte auf eine Linie

Dafür bietet sich die ebenfalls bei F-Droid erhältliche kleine App Dav Droid an. Dav Droid bindet die in der Cloud gespeicherten Kalender- und Kontaktdaten in den Android-Kalender und die Kontakte-App ein. Dafür muss der Nutzer in den Einstellungen der App ein neues Konto hinzufügen und die Adresse seiner Cloud eingeben. Theoretisch soll Dav Droid die Unterordner des Kalenders und der Kontaktdatenbank selbstständig finden, wenn der Nutzer nur das Oberverzeichnis eingibt.

Das funktioniert bei uns allerdings nicht, wir müssen für den Kalender und die Kontaktdatenbank jeweils zwei eigene Konten anlegen und die jeweiligen Adressen eingeben. Das ist aber kein allzu großer Mehraufwand. Anschließend erscheinen die beiden Konten auch in den Systemsteuerungen von Android und werden - wie etwa ein E-Mail-Konto - synchronisiert. Die Synchronisation erfolgt dank Dav Droid in beide Richtungen. Tragen wir auf der Web-Oberfläche einen neuen Termin in den Kalender ein, erscheint er kurze Zeit später auf dem Smartphone. Umgekehrt genauso: Ein neuer Termin auf dem Smartphone wird wenig später in die Cloud übertragen. Hat der Nutzer mehrere Geräte mit seiner Owncloud verbunden - neben dem Smartphone beispielsweise noch ein Tablet -, werden die Termine von der Cloud aus mit allen weiteren Geräten synchronisiert.

Mit Owncloud kann die Google-Synchronisation zumindest in Teilen komplett ersetzt werden - auch Dateien wie Dokumente lassen sich darüber auf mehreren Geräten synchronisieren. Läuft die Owncloud über einen eigenen Server, sind die Daten zudem noch deutlich besser geschützt. Verzichten muss der Nutzer etwa bei Dateien auf die Bequemlichkeit einer Google-Drive-Einbindung oder auf sehr spezialisierte Services wie Google Now, die stark auf den gesammelten Nutzerdaten basieren.

Weg mit Google, her mit Android!

Ein Android-Smartphone ohne Google zu betreiben, ist keine Zauberei. Zwar ist es aufwendiger, als ein Smartphone direkt "out of the box" zu verwenden. Wer allerdings keine Lust hat, seine Daten allzu sehr Google preiszugeben, oder einfach den Platz durch den Wegfall der nicht genutzten Apps nutzen möchte, sollte die Mühe auf sich nehmen.

Für alle im Play Store verfügbaren Apps gibt es in den alternativen App Stores natürlich keinen Ersatz - häufig können alternativ aber auch mobile Webseiten genutzt werden. Dank der Owncloud-Synchronisation können zahlreiche Details wie Kontakte, Dateien und Kalendereinträge geräteübergreifend genutzt werden. Die Einrichtung ist nicht sonderlich kompliziert, ebenso die Einbindung mobiler Geräte. Die Weihnachtsfeiertage eignen sich also optimal, um aus dem neuen Google-Android-Smartphone eines ohne Google-Anbindung zu machen.

 Hallo, nacktes Android!
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wuzzap 08. Apr 2017

Interessantes Thema, Ich habe mir zum Ziel gesetzt endlich mal wenigstens ein Gerät zu...

Efried 20. Feb 2015

eben nicht. bei dem meisten marketing kram, geht nur zurücksetzen und nich entfernen.

MShekow 03. Jan 2015

Hi, ich habe mich selbst monatelang mit dieser Problematik beschäftigt. Der Artikel ist...

zonk 02. Jan 2015

nein ein htc war auch dabei

Schnapsbrenner 28. Dez 2014

Der Beitrag hat mein Interesse an Android geweckt. Vielleicht in ein paar Jahren.


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