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Android-Sideloading: Bei Gerätewechsel keine erneuten 24 Stunden Wartezeit

Wer künftig Android -Apps per Sideloading auf sein Smartphone spielt, muss nicht bei jedem neuen Gerät wieder 24 Stunden warten.
/ Tobias Költzsch
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Android bekommt einen neuen Sideloading-Prozess. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Android bekommt einen neuen Sideloading-Prozess. Bild: Tobias Költzsch/Golem

Googles Produktmanager Matthew Forsythe hat in einem kurzen Video(öffnet im neuen Fenster) einige Fragen zu Googles neuem Installationsprozess für nicht verifizierte Apps (Advanced Flow) beantwortet. Nach der Vorstellung des neuen Sideloading-Prozesses habe Forsythe zahlreiche Zuschriften mit Fragen erhalten, so der Manager.

Eine betrifft die neue 24-Stunden-Wartepflicht, die bei der Aktivierung des von Google selbst auch als "high-friction process" bezeichneten Sideloadings notwendig ist. Durch den Zeitraum soll der Druck, den Scammer häufig ausüben, wenn sie unbedarfte Nutzer zur Installation einer APK überreden, abgeschwächt werden.

Haben Nutzer einmal die 24 Stunden abgewartet, müssen sie dies bei einem Gerätewechsel nicht noch einmal tun, wenn sie das gleiche Nutzerkonto verwenden. Bis Forsythes Video war nur bekannt, dass die Frist auf einem Gerät nur einmal abgewartet werden muss.

ADB ist von neuen Regeln nicht betroffen

Eine weitere Frage betrifft ADB: Die Installation von Apps über die Android Debug Bridge ist von den neuen Sideloading-Regeln nicht betroffen. Nutzer müssen entsprechend keine 24 Stunden warten, wenn sie eine App per ADB installieren.

Haben Nutzer den Advanced Flow einmal aktiviert, können sie die Entwickleroptionen wieder ausschalten. Das so freigeschaltete Sideloading benötigt keine aktivierten Entwickleroptionen, die auf manchen Geräten verhindern können, dass manche Apps ausgeführt werden.

Google hat den Installationsprozess für APK-Dateien eigenen Angaben zufolge aus Sicherheitsgründen verschärft. Grund sind unter anderem Betrüger in Südostasien, die Nutzer dazu verleiten, sich Schad-Apps zu installieren. Die 24-Stunden-Wartezeit und der Umstand, dass das Smartphone bei der Aktivierung neu gestartet werden muss, sollen Scammern das Leben schwer machen.

Zunächst hatte Google als Lösung des Problems nur eine Zwangsregistrierung aller Entwickler präsentiert. Nach zahlreicher Kritik wurde allerdings der neue Sideloading-Prozess geschaffen.


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