Android: Sicherheits-Patches für viele Nexus-Geräte angekündigt

Google hat eine Reihe älterer Sicherheitslücken in Android geschlossen und bietet entsprechende Patches für etliche Nexus-Geräte an. Die drahtlos verteilten Updates sollen diese Woche beginnen.

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Ein Patch schließt zwölf Sicherheitslücken in verschiedenen Android-Versionen.
Ein Patch schließt zwölf Sicherheitslücken in verschiedenen Android-Versionen. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

In diesem Monat entfernt Google insgesamt zwölf Sicherheitslücken in verschiedenen Android-Versionen. Erst im Laufe der Woche wird Google damit beginnen, die Sicherheits-Patches für die entsprechenden Nexus-Geräte drahtlos zu verteilen.

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Die Updates werden in mehreren Schüben verteilt, daher kann es noch einige Wochen dauern, bis alle Besitzer eines Nexus-Geräts das Update erhalten. Ansonsten stehen bereits Factory Images bereit, mit denen jedoch das Betriebssystem neu auf das Gerät aufgespielt werden muss.

Sicherheitslücken sind Google seit fast vier Monaten bekannt

Mit den aktuellen Patches werden vor allem Sicherheitslücken beseitigt, die Google mindestens seit knapp vier Monaten bekannt sind. Viele der Sicherheitslöcher hat Google auf internem Wege ermittelt und teilt dafür keinen Zeitpunkt mit. Nur bei den von anderen entdeckten Sicherheitslücken nennt Google das Datum der Kenntnisnahme. Alle von Externen gefundenen Sicherheitslücken sind im September oder Oktober vergangenen Jahres gefunden worden.

Von den zwölf Sicherheitslücken stuft Google fünf als gefährlich ein. Ein Fehler steckt in Androids Mediaserver, so dass Angreifer darüber beliebigen Code ausführen und so umfangreiche Kontrolle über ein Android-Gerät erlangen könnten. Der Mediaserver wird unter anderem vom Browser, vom E-Mail-Client und vom Messaging-Client genutzt. Der Fehler kann ausgenutzt werden, indem eine speziell präparierte Mediendatei darüber geöffnet wird. Nach Aussage von Google sind bisher keine Fälle bekannt, in denen er tatsächlich ausgenutzt wurde.

Vier Sicherheitslücken mit ähnlichen Folgen bei Angriffen

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Zwei weitere Sicherheitslücken stecken in Gerätetreibern und erlauben eigentlich nur eine Rechteausweitung, aber dadurch ist eben auch die Ausführung von Programmcode mit höheren Rechten möglich. Im schlimmsten Fall kann das eine Reparatur des Geräts oder das Neuaufspielen des Betriebssystems erforderlich machen und so den Verlust aller Daten bedeuten.

Dieses Angriffsszenario ergibt sich auch bei einem Sicherheitsloch im Kernel und bei einem Fehler im Trustzone-Bereich der ARM-Prozessoren. Die übrigen sieben Sicherheitslücken werden als weniger gefährlich eingestuft.

Google bietet Sicherheits-Patches ab Android 4.4 an, für ältere Versionen gibt es jedoch keine. Allerdings befinden sich nur im aktuellen Android 6.0 alle zwölf Sicherheitslücken, ansonsten hängt es von der Plattform ab, wie viele mit dem Patch korrigiert werden.

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