Android: Samsung soll auf 50 Millionen Smartphones sitzen
Der südkoreanische Hersteller Samsung soll fast 50 Millionen unverkaufter Smartphones auf Lager haben. Das berichtet die für gewöhnlich gut informierte südkoreanische Webseite The Elec(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.
Diese Anzahl an Smartphones im Lager sei ungewöhnlich hoch und habe bereits zu einer Reduzierung der monatlichen Produktion von 20 Millionen Smartphones auf 10 Millionen Geräte geführt. Samsung habe für das Jahr 2022 ein Verkaufsziel von 270 Millionen Smartphones ausgerufen, so die Quellen von The Elec; 50 Millionen sind 18,5 Prozent davon.
The Elec zufolge ist ein Anteil von um die zehn Prozent des Lagerbestandes an der geplanten Gesamtproduktion eine für den Hersteller nachhaltigere Zahl. Zu den Geräten sollen hauptsächliche Modelle der A-Serie gehören, die sich in der Vergangenheit eigentlich immer gut verkauften.
Kaufstimmung ist weltweit gedämpft
Die Gründe für das Überangebot an Samsung-Smartphones dürften unter anderem in der wirtschaftlichen Lage der Welt mit Inflations- und Rezessionsängsten liegen, in der auf nicht zwingend notwendige Neuanschaffungen eher verzichtet wird. Auch die verschiedenen Coronaschutzmaßnahmen weltweit wirken sich auf die Kaufstimmung negativ aus.
The Elec führt zudem Russlands Krieg gegen die Ukraine als weiteren Faktor an. Durch den Einmarsch hätten sich teilweise wirtschaftliche Verbindungen zerschlagen.
Weltweit büßte der Smartphonemarkt im ersten Quartal 2022 gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr ein. Lediglich Apple wies ein Wachstum auf, die anderen Hersteller in den Top 5 setzten weniger Geräte ab. Samsung verkaufte im ersten Quartal noch 73,7 Millionen Smartphones, ein Minus von 3,6 Prozent. Vor allem auch die chinesischen Hersteller Xiaomi, Oppo und Vivo verzeichneten deutlich stärkere Einbußen.
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