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Android N: Drahtloses Update kann zu Boot-Schleifen führen

Nexus-Nutzer berichten von Boot-Schleifen ihrer Geräte, nachdem sie das drahtlose OTA-Update von Android N installiert haben. Ohne entsperrten Bootloader ist das ein Problem – Google bietet mittlerweile aber eine Lösung an. Eine gute Nachricht bezüglich kommender Updates gibt es für Selbstflasher.
/ Tobias Költzsch
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Unter anderem das Nexus 9 ist von dem Problem betroffen. (Bild: Google)
Unter anderem das Nexus 9 ist von dem Problem betroffen. Bild: Google

Mit der OTA-Version von Googles erster Vorabversion von Android N gibt es bei manchen Nutzern Probleme: Unter anderem beim Nexus 6(öffnet im neuen Fenster) und Nexus 9(öffnet im neuen Fenster) bricht nach dem Herunterladen des Images die Installation ab, der anschließende Neustart führt zu einer Boot-Schleife. Da es für die drahtlosen Updates nicht nötig ist, den Bootloader zu entsperren, stehen die betroffenen Nutzer vor einem Problem.

Erste Vorabversion von Android N – Test
Erste Vorabversion von Android N – Test (02:16)

Dadurch lässt sich nämlich über Fastboot kein Factory Image von Android oder irgendein anderes ROM installieren – der gesperrte Bootloader verhindert das. Über den früheren Befehl "fastboot oem unlock" lässt sich die Entsperrung unter Android 6 nicht mehr ohne weiteres durchführen: Dass das Kommando in "fastboot flashing unlock" umbenannt wurde, ist dabei noch das geringere Problem.

Um unter Android 6 den Bootloader zu entsperren, muss dies in den Entwickleroptionen explizit erlaubt werden. Nexus-Besitzer, die das vor dem OTA-Update von Android N nicht gemacht haben und anschließend vor einer Boot-Schleife sitzen, können also nicht mehr den Bootloader entsperren, um ein ROM zu installieren.

Google hat auf das Problem reagiert und bietet mittlerweile eine Lösung an: Betroffene Nutzer können sich eine zu ihrem System passende Zip-Datei herunterladen(öffnet im neuen Fenster) , die über das Recovery-Menü per Sideload auf das Gerät überspielt und anschließend installiert wird. Die Anleitung, wie das funktioniert, liefert Google gleich mit. Dann soll das defekte System korrekt in Android N booten.

Selbstflasher können doch künftige Versionen per OTA aufspielen

Gute Neuigkeiten gibt es für diejenigen Nutzer, die sich die erste Vorschau von Android N direkt über das Recovery-System geflasht haben und nicht auf das mit einer Anmeldung im Beta-Programm verbundene OTA-System zurückgreifen: Hieß es anfangs noch, dass es bei einem auf diese Weise installierten Android N keine künftigen OTA-Updates geben werde, scheint sich dies jetzt geändert zu haben.

Google hat auf der Seite mit den Android-N-Images ergänzt(öffnet im neuen Fenster) , dass dies doch möglich sei: Um künftig auch OTA-Updates zu erhalten, müssten Selbstflasher sich schlicht im Nachhinein für das Beta-Programm anmelden. Zuvor hieß es noch, dass jedes Update manuell installiert werden müsse.


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