Android-Konsole: Razer kündigt endgültiges Ende von Ouya an

Auf Kickstarter hat die Android-Konsole Ouya einst Millionen US-Dollar gesammelt, jetzt steht das unmittelbare Aus endgültig bevor: Razer schaltet die Server ab, auch Support wird es nicht mehr geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork der Android-Konsole Ouya
Artwork der Android-Konsole Ouya (Bild: Ouya)

Der Hardwarehersteller Razer will am 25. Juni 2019 alle Server, die noch mit der Android-Konsole Ouya in Verbindung stehen, endgültig abstellen. Gleichzeitig gehen damit auch die Forge TV und Maccatz Mojo offline. Speziell für Besitzer der Ouya bedeutet dies, dass sie keine Nutzerkonten mehr haben, auf denen sie sich anmelden können, dass das Herunterladen von Spielen nicht mehr möglich ist und auch kein Support mehr zur Verfügung steht.

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Laut Razer sollen die Spiele oder sonstige Anwendungen auf Ouya nur noch dann laufen, wenn das grundsätzlich ohne Onlineverbindung geht. Eine Liste mit der Software, bei der das der Fall ist, gibt es nicht - Razer verweist auf die Entwickler. Allerdings dürfte es auch kaum noch Nutzer geben, die ihre Ouya noch ernsthaft verwenden, oder die nicht relativ problemlos etwa Streams über andere Plattformen laufen lassen und Spiele auf anderen Geräten emulieren können.

Die Firma Ouya hatte 2012 im Rahmen einer der erfolgreichsten Kampagnen auf Kickstarter rund 8,6 Millionen US-Dollar von der Community gesammelt. Der chinesische E-Commerce-Konzern Alibaba hatte 2015 zehn Millionen US-Dollar in das kalifornische Unternehmen investiert, von Nvidia hatte es sogar 15 Millionen US-Dollar an Unterstützung erhalten. Die Konsole wurde in den USA ab Mitte 2013 für 100 US-Dollar verkauft.

In Europa wurde die Konsole ab Ende 2013 für 100 Euro angeboten. Am Markt konnte sich die kleine Konsole dann aber nicht durchsetzen. Ein Großteil der Unterstützer dürfte die Ouya statt zum Spielen nur zum Streamen von Videos verwendet haben. 2015 wurde das Unternehmen für einen nicht genannten Preis durch Razer übernommen, nahezu zeitgleich wurden die Produktion und der Verkauf der Hardware eingestellt. Razer ging es bei der Übernahme vermutlich vor allem um Software und Mitarbeiter von Ouya.

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Crass Spektakel 24. Mai 2019

Es gab ja kaum Vorgaben für die Steamboxen. Die wenigen angekündigten und noch weniger...

MickeyKay 24. Mai 2019

ich habe zwar einen Gaming-PC als auch eine PlayStation 4, aber an der PlayStation...

Localhorst86 24. Mai 2019

Machinarium fällt mir da spontan ein. Oder aber ScummVM mit den alten LucasArts...

Onkel Ho 24. Mai 2019

Yep - Das ist in der Regel der Hauptgrund wenn Konsolen untergehen - Eine besonders...

AllDayPiano 23. Mai 2019

Dazu kamen die üblen Verzögerungen. Gute Idee, schlechte Umsetzung, übles Management...



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