Android-Konsole: Alibaba investiert zehn Millionen US-Dollar in Ouya
Der chinesische E-Commerce-Konzern Alibaba(öffnet im neuen Fenster) hat zehn Millionen US-Dollar in die kalifornische Firma Ouya(öffnet im neuen Fenster) investiert, den Hersteller der gleichnamigen Android-Konsole (Golem.de-Test von 2013). Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf anonyme, aber angeblich gut informierte Quellen. Offiziell haben sich die Firmen zu der Angelegenheit nicht geäußert.

Möglicherweise sollen im Rahmen einer Kooperation zwischen den Unternehmen die Software von Ouya sowie der Katalog von über 1.000 – meist eher einfachen – Games in Set-Top-Boxen von Alibaba integriert werden. 2014 hatte Alibaba bereits für rund 120 Millionen US-Dollar einen Anteil von zehn Prozent vom amerikanischen Free-to-Play-Anbieter Kabam gekauft. Zusammen könnten die beiden Investments durchaus lukrative Synergieeffekte ergeben.
Denkbar ist aber auch, dass Alibaba die Ouya-Konsole in China anbietet. Nach dem Fall des Verkaufsverbots von "westlichen" Spielemaschinen wäre das durchaus erfolgversprechend, weil Geräte wie die Playstation 4 und die Xbox One vielen Chinesen dann doch noch zu teuer sind. In Asien ist Ouya bereits vertreten: Der Hardwarehersteller Xiaomi gab im August 2014 bekannt, den Spielekatalog von Ouya über Set-Top-Boxen und Smart-TVs zu vermarkten.
Das eigentliche Stammgeschäft von Ouya hingegen schwächelt. Die Firma hatte 2012 im Rahmen einer der erfolgreichsten Kampagnen auf Kickstarter rund 8,6 Millionen US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) von der Community gesammelt. Am Markt konnte sich die kleine Konsole dann aber nicht durchsetzen – ein Großteil der Unterstützer dürfte Ouya statt zum Spielen nur zum Streamen von Videos verwendet haben.
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