Android: HTC will bei den Mittelklasse-Smartphones aufholen

HTC-Vorstandsmitglied und Mitgründerin Cher Wang hat zugegeben, dass HTC im Jahr 2013 das Mittelklassesegment bei den Android-Smartphones nicht ausreichend bedient habe. "Unser Problem im vergangenen Jahr war, dass wir uns nur auf unser Topgerät konzentriert haben" , erklärt Wang in einem Gespräch mit Reuters(öffnet im neuen Fenster) . "Wir haben einen großen Teil des Mittelklassemarktes verpasst." Auch bei der Werbung sieht Cher Wang Verbesserungsbedarf – die Werbekampagnen seien ebenfalls ein Punkt, der im Jahr 2013 "nicht gut lief."

Für das Jahr 2014 plane HTC, neben hochwertigen Smartphones ab 600 US-Dollar auch günstige Modelle im Preisbereich zwischen 150 und 300 US-Dollar anzubieten. "Die beiden Zylinder werden gleichzeitig zünden" , bekräftigt Wang HTCs Rückbesinnung auf eine duale Verkaufsstrategie. Noch im Februar 2014 sollen Einladungen für ein Event verschickt werden, auf dem der Nachfolger des aktuellen Topgerätes One präsentiert werden soll.
In den Bereich der sehr günstigen Einsteigergeräte unter 150 Euro wolle das Unternehmen aber nicht vorstoßen. Die neuen Geräte sollen sowohl in aufstrebenden als auch in bereits entwickelten Märkten angeboten werden.
HTC aktuell nicht unter den Top 5 der Smartphone-Hersteller
HTC spielt aktuell bei den Topherstellern von Smartphones keine große Rolle mehr. In den Top 5 wurde das taiwanische Unternehmen mittlerweile von der chinesischen Konkurrenz wie Lenovo und Huawei verdrängt, für das gesamte Jahr 2012 lag HTC noch knapp auf dem vierten Platz . Daran konnte offenbar auch das HTC One nicht viel ändern, obwohl es gut bei Tests abschnitt .
Mit dem Start des One versuchte HTC, sich vor allem im Premium-Segment zu positionieren. Zwar brachte der Hersteller 2013 auch günstige Smartphones auf den Markt, allerdings ohne eine erkennbare Linie und mit weitaus weniger Werbung als für das One, das zwischenzeitlich prominent bei Fußballspielen der Champions League beworben wurde.



