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Android: Google will ungewollte App-Zwangsabschaltungen verringern

Google ist in Gesprächen mit verschiedenen Herstellern und will die Situation sowohl für Nutzer als auch Entwickler verbessern.
/ Tobias Költzsch
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Google versucht, Android nutzerfreundlicher zu machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Google versucht, Android nutzerfreundlicher zu machen. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

In einer Fragerunde auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) haben Google-Programmierer Hintergründe des Problems erklärt, dass zahlreiche Smartphone-Hersteller Apps ungefragt im Hintergrund beenden. Dies geschieht meist mit dem Hinweis auf eine bessere Akkulaufzeit.

Sofern die Nutzer von der Abschaltung nichts mitbekommen, was in den meisten Fällen der Fall ist, macht diese aber eher Probleme. So kommen oft keine Benachrichtigungen mehr an oder es werden Apps, die tatsächlich im Hintergrund laufen sollen, einfach abgeschaltet.

Google zufolge gibt es Gespräche mit verschiedenen Herstellern, um die Gründe der Zwangsabschaltung zu klären. Namen nannten die Google-Mitarbeiter nicht. Zu den Unternehmen, die standardmäßig Apps im Hintergrund abschalten, zählen Huawei, Samsung und Xiaomi. Nutzer müssen meist manuell Apps für den Hintergrundbetrieb freigeben.

Zwangsabschaltungen sollen erschwert werden

Google arbeitet eigenen Angaben zufolge daran, den Herstellern das unbemerkte Abschalten von Apps zu erschweren. Dazu wird für Android 11 beispielsweise das Compatibility Definition Document (CDD) aktualisiert. Hersteller müssen demnach Nutzer rechtzeitig darüber informieren, wenn eine App im Hintergrund geschlossen wird. Aktuell geschieht dies noch ohne Mitteilung.

Zudem soll es Herstellern untersagt werden, bestimmte Apps von der Hintergrundbeschränkung auszunehmen. Das soll einen fairen Wettbewerb ermöglichen. Laut Google haben die Top-Hersteller zumindest die CDD-Verstöße in ihren jüngsten Builds beseitigt – auch hier wurden aber keine Namen genannt.

Für Entwickler gibt es zudem ein neues API, mit dem sie feststellen können, weshalb die App geschlossen wurde. So sollen sie ausschließen können, dass es sich um einen Programmierfehler handelt.


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