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Android: Google senkt weitere Play-Store-Gebühren

Entwickler von Android -Apps mit Abonnements müssen künftig bereits im ersten Jahr nur noch die Hälfte der bisherigen Gebühren zahlen.
/ Tobias Költzsch
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Der Play Store von Google (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Der Play Store von Google Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Google hat sein Gebührenmodell für den Play Store angepasst. Mit neuen reduzierten Gebühren wolle man auf die Entwickler zugehen und sich den veränderten Marktbedingungen anpassen, teilte das Unternehmen mit.

Entwickler, die eine App mit Abonnementmodell anbieten, mussten bisher im ersten Jahr 30 Prozent ihres Umsatzes an Gebühren zahlen; danach sank die Gebühr auf 15 Prozent. Das neue Modell sieht vor, dass die bisherige Frist von einem Jahr wegfällt: Die Entwickler müssen vom ersten Tag an nur noch 15 Prozent abführen.

Außerdem sinken die Gebühren für Anbieter von Apps, die sich für das Media Experience Program qualifizieren, generell auf 10 Prozent. Darunter fallen Medienanwendungen, die den Hauptteil des Umsatzes durch Käufe innerhalb der Apps machen - beispielsweise E-Book-Reader mit angeschlossenem Store oder On-Demand-Streamingapps.

Google reduzierte in der Vergangenheit bereits Gebühren

Google hatte bereits im März 2021 die Gebühren für viele Entwickler reduziert . Bis dahin mussten Programmierer 30 Prozent ihres Umsatzes an Google zahlen. Seitdem brauchen Entwickler, deren Einnahmen 1 Million US-Dollar pro Jahr nicht übersteigen, nur noch 15 Prozent abführen. Google zufolge sind das 99 Prozent aller im Play Store vertretenen Anbieter.

Google begründet die Reduzierung bei den Abomodellen jetzt mit dem Umstand, dass der Verlust von Nutzern es für Unternehmen schwieriger mache, die bisherige Reduzierung nach einem Jahr zu erreichen. Ein Motivationsgrund könnte auch sein, dass Google in zahlreichen Ländern in Konflikt mit der Justiz wegen Kartellvorwürfen steht.

Google könnte versuchen, den Vorwurf der Marktbeherrschung durch niedrigere Gebühren zu entkräften. Eine Reduzierung der Gebühren kann zudem als Friedensangebot an Programmierer gedeutet werden.


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