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Android: Google schafft Entsperrung per NFC-Chip ab

Vorsicht beim Gerätewechsel: Google hat die Entsperrung per NFC -Tag aus Android entfernt. Nutzer von subdermalen Implantaten oder NFC-Ringen dürften die unbegründete Entscheidung nicht gut finden.
/ Tobias Költzsch
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Das NFC-Logo auf einem Lautsprecher. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das NFC-Logo auf einem Lautsprecher. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Google hat bei Neueinrichtungen von Android-Geräten die Entsperrung mittels NFC-Tag entfernt. Das hat ein Google-Mitarbeiter im Support-Forum(öffnet im neuen Fenster) des Unternehmens mitgeteilt. Demnach wird die Smartlock-Option in den Einstellungen bei neuen Nutzern versteckt. Wer sie bereits nutzt, findet sie weiterhin im Menü, solange er keine Neueinrichtung oder einen Gerätewechsel vornimmt.

Die Entsperrung per NFC-Chip ermöglicht es, das Smartphone ohne physische Eingabe freizugeben. Dies kann beispielsweise mit Hilfe eines Rings geschehen, der einen eingebauten NFC-Chip hat. Im Support-Forum haben sich auch Nutzer gemeldet, die ihr Smartphone mit Hilfe eines subdermalen NFC-Tags entsperren.

Google nennt keine Gründe

Das Unternehmen hat sich nicht dazu geäußert, warum die Option abgeschafft wurde. Denkbar ist eine Abschaltung aus Sicherheitsgründen. Theoretisch lässt sich ein NFC-Tag unbemerkt auslesen und reproduzieren.

Andere Entsperrungsoptionen werden aber weiter angeboten. So können Nutzer eine Passwort- oder PIN-Sperre mit einem Bluetooth-Gerät umgehen. Das funktioniert beispielsweise mit einer Smartwatch oder einem Bluetooth-Kopfhörer. Diese Signale lassen sich zwar nicht so einfach kopieren, theoretisch benötigen unbefugte Personen aber auch nur die entsprechenden Geräte, um die Sperre des Gerätes zu umgehen.


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