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Google beweist selbst: Es geht auch anders

Einer der Gründe, warum sich die Situation auch für die Pixel-Smartphones von Google nicht grundlegend geändert hat, könnte sein, dass die Geräte nicht direkt von Google selbst hergestellt werden, sondern wie die Nexus-Geräte auch von Vertragspartnern - in diesem Fall HTC. Und ein Hersteller unter vielen hat vermutlich nur wenig Marktmacht, um etwa Kernel-Upgrades oder gar freie Treiber des Herstellers fordern zu können. Außerdem verfügt HTC über kein eigenes SoC, sondern muss diese Technik einkaufen.

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Das ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit. Denn dem Chrome-OS-Team bei Google gelingt es auch, seine Hardwarepartner dazu zu bringen, Hardware mit offenen Treibern zu verwenden, die in den Mainline-Kernel von Linux eingepflegt werden. Zudem nutzen die Chromebooks die Firmware Coreboot, die als freie Alternative zu dem mittlerweile in PCs und Laptops verwendeten UEFI eingesetzt wird. Das Android-Team bei Google hat aber offenbar keinerlei Interesse daran, Ähnliches umzusetzen.

Das Pixel C bietet fast perfekte Grundlage für Updates

Dass ein Android-Gerät dennoch weitgehend unabhängig von proprietären Treibern gestaltet werden kann und damit auch auf langfristige Upgrades vorbereitet ist, zeigt ausgerechnet das Chrome-OS-Team mit dem Pixel C. Zwar hat Google sein edles Android-Tablet nie offiziell mit Chrome OS vorgestellt, es ist aber offensichtlich, dass es ursprünglich dafür gedacht gewesen ist.

So basiert die Firmware des Pixel C auf Coreboot, die Kernel-Treiber sind freie Software und werden aktiv in den Mainline-Kernel eingepflegt. Das Chrome-OS-Team pflegt mit dem DRM-HWComposer sogar den Hack, der es ermöglicht, den Android-Grafikstack einfach auf den freien Linux-Treibern auszuführen. Üblicherweise ist bei Android-Geräten jedoch die Abstraktionsschicht des HWComposer eine spezifische und proprietäre Implementierung der SoC-Hersteller.

Vermutlich im Auftrag von Google hat darüber hinaus der Collabora-Angestellte Gustavo Padovan das sogenannte Explicit Fencing in den Mainline-Kernel eingebracht. Diese Funktion wiederum vereinfacht die Pflege des DRM-HWComposers enorm. Letztlich ist auch davon auszugehen, dass Nvidia die proprietären Userspace-Bestandteile für die GPU im Pixel C über einen sehr langen Zeitraum pflegen kann und wird. Es ist damit auf jeden Fall machbar, das Pixel C fünf Jahre oder gar noch länger mit Android-Upgrades zu versorgen.

Es braucht ein echtes Google-Smartphone

Richtig entscheidend daran ist wohl aber, dass das Gerät nicht in Kooperation mit einem anderen Hersteller wie LG oder HTC entstanden ist, sondern eben bei Google selbst. Bei der Entwicklung eines Smartphones ist eine derartige Vorgehensweise allerdings mit einigen Problemen verbunden. So muss etwa ein Mobilfunkmodul auf dem Board oder direkt in dem SoC integriert sein. Wohl auch deshalb hat Google für die ersten Pixel-Smartphones eine Abkürzung gewählt, die nicht im Interesse der Kunden sein kann.

Es bleibt zu hoffen, dass Google diese Problematik erkennt und gewillt ist, künftig Lösungen anzubieten. Eine wäre, dass Google wie auch Apple das gesamte Hardwaredesign inklusive SoC und dafür benötigte Treiber selbst übernimmt. Wesentlich einfacher für Google wäre es aber wohl, für seine Smartphones eine Hardwarekooperation umzusetzen, wie diese seit Jahren für Chrome OS existiert. Die Grundlagen dafür sind immerhin vorhanden.

 Android: Google sabotiert Pixel-Updates - und weiß es selbst besser
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Atalanttore 23. Okt 2016

Ohne vernünftigem Treiber ist Hardware kaum mehr als ein besonders teurer...

Luke321 19. Okt 2016

Das stimmt so nicht. Die Updates kommen immer wieder bis man sie installiert und viele...

ve2000 19. Okt 2016

Eben, viel länger und viel nerviger.. Weil ich da bequem in meinem Sessel, vor zwei 24...

Pjörn 18. Okt 2016

Für mich ist das eher eine rein Redaktionelle, ideologieverdächtige Kurzschlüssigkeit...

Neuro-Chef 18. Okt 2016

indem sie das zur Voraussetzung für diese Zertifizierung machen. Mindestens aber könnte...


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