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Android: Google macht Pixel-Smartphones zum Desktop-Ersatz

Google rollt mit dem März-Update einen Desktop-Modus für Pixel-Smartphones aus, der Multitasking auf externen Monitoren ermöglicht.
/ Nils Matthiesen
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Desktop-Modus für Pixel-Geräte (Bild: Google / Screenshot Golem)
Desktop-Modus für Pixel-Geräte Bild: Google / Screenshot Golem

Google erweitert den Funktionsumfang seiner Pixel -Smartphones und -Tablets mit dem Pixel Drop(öffnet im neuen Fenster) im März um einen Desktop-Modus. Besitzer eines Pixel 8 oder neuerer Modelle können ihr Gerät nun per USB-C an einen externen Monitor anschließen, um eine Desktop-ähnliche Oberfläche mit mehreren Fenstern zu nutzen. Die Funktion wurde bereits seit Juni 2025 in Testversionen erprobt und steht nun final zur Verfügung.

Fenster-Management und Peripherie

Der neue Modus unterstützt die Verwendung von Maus und Tastatur, um die Bedienung auf großen Displays zu erleichtern. Laut Google(öffnet im neuen Fenster) ermöglicht die Funktion eine "Desktop-ähnliche Multi-Window-Erfahrung" . Neben der herkömmlichen Pixel-Reihe (ab Pixel 8) wird das Feature auch für das Pixel 9 Pro Fold und das Pixel 10 Pro Fold bereitgestellt.

Das Pixel Tablet erhält parallel dazu eine angepasste Fenstersteuerung direkt auf dem integrierten Display. Diese soll eine vertraute Schnittstelle bieten, um überlappende Fenster anzuordnen und in der Größe zu verändern. Google hatte ein solches Desktop-Erlebnis für Android bereits seit Monaten angedeutet, unter anderem durch die Bereitstellung von Testmöglichkeiten für Entwickler.

Marktposition und App-Anpassung

Jahrelang beherrschte Samsung mit seiner DeX-Plattform den Markt für Android-als-PC-Lösungen. DeX passt das Layout des Smartphones automatisch an, sobald es mit einem größeren Bildschirm verbunden wird. Im Mai 2025 gab Google entsprechend bekannt, mit Samsung zusammenzuarbeiten, um auf dessen DeX-Funktion aufzubauen.

Googles offizieller Einstieg ändert das Spiel grundlegend, da der Konzern nun eine native Lösung für die eigene Hardware liefert. Der Schritt war lange absehbar, da Hinweise auf einen Desktop-Modus bereits seit Jahren in Android-Entwicklerversionen auftauchten. Erst jetzt erreicht eine öffentliche Version die Pixel-Geräte. Der Erfolg der Funktion hängt nun maßgeblich davon ab, wie gut sich Programme an die neue Fensterumgebung anpassen.


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