Android: Google beantragt Ausnahme von Huawei-Boykott

Google und Huawei möchten weiter zusammenarbeiten: Google hat bei der US-Regierung eine Ausnahme für das Embargo gegenüber Huawei beantragt. Die jüngsten Smartphones des chinesischen Herstellers sind ohne den Play Store und Apps wie Maps oder Youtube erschienen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Google und Huawei könnten auch warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist.
Google und Huawei könnten auch warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Google hat bei der US-Regierung die Erlaubnis beantragt, den chinesischen Smartphone-Anbieter Huawei weiterhin mit seinen Diensten versorgen zu dürfen. Google-Manager Sameer Samat machte am 24. Februar 2020 allerdings keine Angaben dazu, wann eine Entscheidung über den Antrag fallen könnte.

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Nachdem Huawei Mitte Mai 2019 von der US-Regierung auf eine schwarze Liste gesetzt wurde, muss der chinesische Konzern bei seinen neuen Smartphone-Modellen auf Google-Apps wie zum Beispiel Maps oder Gmail verzichten. Huawei hat damit bei neuen Geräten auch den Zugang zum Play Store verloren und muss eine eigene Infrastruktur dafür aufbauen. Bisher weist die hauseigene Plattform App Gallery aber zumindest für Nutzer in Europa erhebliche Lücken auf.

Das jüngst vorgestellte faltbare Smartphone Mate Xs sowie Honors neues 9X Pro kommen beispielsweise ohne die Google-Apps und damit auch ohne den Play Store. Honor hat in seiner Vorstellung des 9X Pro Huaweis eigenen Appstore, die App Gallery, als "neues Benutzererlebnis" angepriesen.

Geräte vor Mai 2019 laufen weiterhin mit Google-Apps

Für die Smartphone-Modelle von Huawei, die vor Mai 2019 auf den Markt kamen, läuft derzeit noch eine Schonfrist, in der der Konzern zumindest teilweise mit Google kooperieren kann. Auf die Open-Source-Version von Android und entsprechende Sicherheitsupdates kann Huawei ungeachtet des US-Boykotts zugreifen.

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Google warnte vergangene Woche Nutzer von Huawei-Geräten, dass aus anderen Quellen geladene Versionen von Apps des Internetkonzerns "nicht zuverlässig" funktionierten. Samat äußerte sich auf Nachfrage nicht dazu, ob die Anwendungen auf nicht offiziell dafür zugelassenen Geräten serverseitig komplett blockiert werden sollen.

Das Weiße Haus hatte zuletzt den harten Kurs gegenüber Huawei betont, vor allem, wenn es um die Beteiligung des Konzerns als Netzausrüster beim Aufbau des superschnellen 5G-Datenfunks geht. Zugleich gibt es in der US-Technologiebranche aber auch die Sorge, mit dem Embargo könnte die Entwicklung chinesischer Alternativen zu amerikanischer Software und Plattformen befeuert werden.

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