Abo
  • IT-Karriere:

Android-Erfinder: Andy Rubin plant ein neuartiges Smartphone

Auch nach mehreren Flops gibt Andy Rubin nicht auf: Seine Firma arbeitet diesmal an einem Smartphone-System mit künstlicher Intelligenz. Es soll sich als sein menschlicher Besitzer ausgeben.

Artikel veröffentlicht am ,
Andy Rubin hat sich viel vorgenommen.
Andy Rubin hat sich viel vorgenommen. (Bild: Brian Ach/Getty Images for Wired)

Smartphones sollen ihren Besitzern künftig mehr Aufgaben abnehmen, meint der Android-Erfinder Andy Rubin. Mit seiner Firma Essential arbeitet er an einem System mit künstlicher Intelligenz. Das hat die Nachrichtenagentur Bloomberg von Personen aus dem Umfeld von Essential erfahren, die anonym bleiben wollen.

Stellenmarkt
  1. THD - Technische Hochschule Deggendorf, Deggendorf
  2. operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Braunschweig

Damit soll ein Smartphone in der Lage sein, den Gerätebesitzer nachzuahmen, für ihn Anrufe zu beantworten und Textnachrichten oder E-Mails zu schreiben. Auch Termine soll das System in den Kalender eintragen können. Dafür soll ein von Essential entwickeltes System mit künstlicher Intelligenz zum Einsatz kommen, das mit der Sprache bedient wird. Es wäre in diesen Spezialdisziplinen leistungsfähiger als Amazons Alexa oder der Google Assistant.

Das Gerät soll eher ein kleineres Display bekommen, weil mehr Funktionen mit der Stimme gesteuert werden sollen. Es ist also als Ergänzung und nicht als Ersatz für heutige Smartphones vorgesehen. Bis Ende des Jahres will Essential einen ersten Prototyp fertig haben, um dieses Anfang des Jahres auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas Industriepartnern zeigen zu können. Wann das System auf den Markt kommen soll, hat Essential Bloomberg nicht beantwortet.

Unklar ist auch, wie das System in der Praxis genau funktionieren soll, etwa wie der Gerätebenutzer bestimmen soll, in welcher Form auf Anrufe, Nachrichten oder E-Mails reagiert werden soll. So ist unbekannt, ob das System nur aus einer Auswahl aus vorgegebenen Antwortvorlagen eine herauspickt oder vollkommen eigenständig eigene Antworten erstellt. Damit das System zufriedenstellend agiert, müsste es den Inhalt eines Telefonats oder einer E-Mail erfassen können. Vor allem bei umfangreicheren E-Mails dürfte eine KI heutzutage mit einer vernünftigen Beantwortung überfordert sein. Offen ist auch, wie der Anwender informiert wird, wenn auf Telefonate oder SMS reagiert wurde.

Essentials smarter Lautsprecher ist nie erschienen

Zuletzt litt Andy Rubins Unternehmen vor allem unter vielen Rückschlägen. Das nie in Deutschland angebotene Essential-Smartphone verkaufte sich schlecht und das Unternehmen gab ein bereits angekündigtes zweite Smartphone im Mai 2018 auf. Anfang April 2018 hatte Essential noch verkündet, dass ein Nachfolger des Essential Phone alias PH-1 geplant sei. Am ersten Modell wurden vor allem die schlechte Kameraleistung und der hohe Preis kritisiert. Das neue Modell sollte eine deutlich verbesserte Kamera erhalten.

Auch ein vor anderthalb Jahren angekündigter eigener smarter Lautsprecher namens Home erschien nicht. Er sollte ähnlich groß wie Amazons Echo Dot und Googles Home Mini werden, so dass wir klanglich nicht viel von ihm erwarteten. Seit der Vorstellung im Mai 2017 gab es keine weiteren Details mehr dazu, eigentlich sollte der Lautsprecher im Sommer 2017 erscheinen.

Nach Bloomberg-Informationen wurden die Arbeiten an dem smarten Lautsprecher längst eingestellt. Es habe intern Meinungsverschiedenheiten darüber gegeben und viele führende Entwickler hatten das Unternehmen daraufhin verlassen. Rubin wollte den Lautsprecher so konzipieren, dass er wahlweise mit Amazons Alexa, dem Google Assistant und Apples Siri genutzt werden kann und dabei mit einer eigenen Sprachsteuerung versehen ist. Während Amazon und Google seine digitalen Assistenten anderen Geräteherstellern zur Verfügung stellen, gibt es Siri nur auf Apple-Geräten. Das bisherige Verhalten von Apple lässt nicht erwarten, dass Siri jemals von anderen Geräteherstellern genutzt werden darf.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 34,99€
  2. 4,19€
  3. (-78%) 11,00€
  4. (-79%) 12,50€

Dave_Kalama 11. Nov 2018

Da tauescht du dich. Kein Branding, kein Logo, Android 9 pur. Monatliches Security, OS...

neokawasaki 11. Okt 2018

Kleiner Screen, alles andere völlig unklar, umfassende Inhaltsanalyse aller Anrufe und...

ibsi 11. Okt 2018

Danke Dir! Steht jetzt auf meiner Liste

HorkheimerAnders 11. Okt 2018

So eine Art Postfach. Man nimmt es niemals mit, schaut alle 7-30 mal drauf. Das wär mal...

beuteltier 11. Okt 2018

Ich glaube, du hast da etwas verpasst... ;-D https://www.youtube.com/watch?v=froKBoKnD1U...


Folgen Sie uns
       


1.000-Meilen-Strecke mit dem E-Tron - Bericht

Innerhalb 24 Stunden durch zehn europäische Länder fahren? Ist das mit einem Elektroauto problemlos möglich?

1.000-Meilen-Strecke mit dem E-Tron - Bericht Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

Dick Pics: Penis oder kein Penis?
Dick Pics
Penis oder kein Penis?

Eine Studentin arbeitet an einer Software, die automatisch Bilder von Penissen aus Direktnachrichten filtert. Wer mithelfen will, kann ihr Testobjekte schicken.
Ein Bericht von Fabian A. Scherschel

  1. Medienbericht US-Regierung will soziale Netzwerke stärker überwachen
  2. Soziales Netzwerk Openbook heißt jetzt Okuna
  3. EU-Wahl Spitzenkandidat Manfred Weber für Klarnamenpflicht im Netz

Programmiersprache: Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken
Programmiersprache
Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken

Die Sprache Java steht im Ruf, eher umständlich zu sein. Die Entwickler versuchen aber, viel daran zu ändern. Mit der nun verfügbaren Version Java 13 gibt es etwa Textblöcke, mit denen sich endlich angenehm und ohne unnötige Umstände mehrzeilige Strings definieren lassen.
Von Nicolai Parlog

  1. Java Offenes Enterprise-Java Jakarta EE 8 erschienen
  2. Microsoft SQL-Server 2019 bringt kostenlosen Java-Support
  3. Paketmanagement Java-Dependencies über unsichere HTTP-Downloads

    •  /