Android-Entwicklung: Google will nervige Werbung eindämmen

Google hat eine Reihe an Änderungen an seinen Richtlinien für App-Entwickler vorgenommen. Betroffen sind unter anderem die Vorgaben für die Einbindung von Werbeanzeigen, mit denen Google die Nutzererfahrung verbessern will.
So ist es ab dem 30. September 2022 nicht mehr zulässig(öffnet im neuen Fenster) , Vollbildanzeigen in die App einzubinden, die sich nicht nach höchstens 15 Sekunden schließen lassen. Von dieser Regel ausgenommen sind Anzeigen, die Nutzer bewusst auswählen, etwa um eine Prämie zu erhalten. Die Regelung gilt zudem nur für bildschirmfüllende Anzeigen, nicht für kleinere Werbeanzeigen am Bildschirmrand.
Grundsätzlich dürfen Vollbildanzeigen nicht in Momenten eingeblendet werden, in denen Nutzer sie nicht erwarten würden. Untersagt sind beispielsweise Vollbildanzeigen, die zu Beginn eines Levels oder noch vor dem Startbildschirm angezeigt werden. Auch Anzeigen, die etwa nach dem ersten Klick in einem Spiel erscheinen, sind nicht zulässig.
Entwickler dürfen keine falschen Assoziationen wecken
Google hat auch die Regelungen präzisiert, wonach Apps keine Verbindungen zu Personen oder Unternehmen vorgaukeln dürfen, wenn es diese nicht gibt. So darf ein Entwickler sich beispielsweise nicht Google Developer nennen, da dieser Name einen Zusammenhang mit Google implizieren würde. Auch die Verwendung von Staatssymbolen oder bekannten Logos in eigenen Apps ist nicht erlaubt.
Entwickler müssen künftig deutlich offenlegen, wie ein Abonnement verwaltet oder gekündigt werden kann. Ein Link zum Abocenter von Google Play reicht aus, um die Vorgabe zu erfüllen. Auch bei Apps zur Personenüberwachung hat Google die Richtlinien verschärft, um Stalking vorzubeugen.



