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Android-Entwicklung: Google reduziert Entwicklergebühren im Play Store

Für Einnahmen bis 1 Million US-Dollar müssen Entwickler im Play Store künftig nur noch die Hälfte der bisherigen Abgaben zahlen.
/ Tobias Költzsch
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Google ändert die Gebührenstruktur für Entwickler im Play Store. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Google ändert die Gebührenstruktur für Entwickler im Play Store. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Google hat eine neue Regelung für die sogenannte Servicegebühr bekannt gegeben, die bei Verkäufen in Googles Play Store anfällt. Entwickler müssen bislang bei jedem Verkauf einer App oder eines In-App-Kaufs 30 Prozent an Google zahlen. Ab dem 1. Juli 2021 wird dieser Anteil auf 15 Prozent gesenkt.

Allerdings gilt der niedrigere Satz nur für Einnahmen bis zu 1 Million US-Dollar – das allerdings wiederkehrend in jedem Jahr. Bei allen Einnahmen über 1 Million US-Dollar werden dann wieder 30 Prozent fällig. Die Regelung soll vor allem Einzelentwicklern und kleineren Studios helfen, ihr Geld in das eigene Unternehmen zu stecken und nicht an Google zu zahlen.

"Mit dieser Veränderung erhalten 99 Prozent der Entwickler im Play Store eine Reduktion ihrer Kosten um 50 Prozent" , schreibt Google in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) . Mit dem gesparten Geld könnten Entwickler Angestellte einstellen, um ihr Unternehmen auf eine kritische Masse zu bringen, so Google weiter.

Regelung gilt für alle Entwickler und Studios

Google zufolge ist es mitunter aber auch für Entwickler finanziell eine Herausforderung, die mehr als 1 Million US-Dollar im Jahr umsetzen. Daher hat das Unternehmen sich dazu entschieden, die Regelung für alle Programmierer im Play Store anzuwenden – unabhängig davon, wie viel sie im Jahr an Umsatz machen.

Die Großzügigkeit dürfte Google auch aus Eigeninteresse zeigen: Ein anteilsbasiertes Gebührensystem erzielt bessere Erträge, wenn die zahlenden Klienten selbst mehr Umsatz machen. Ein pleitegegangener Entwickler, der nichts mehr im Play Store verkauft, bringt Google schlichtweg kein Geld. Nicht zu leugnen ist aber, dass die Gebührenreduktion für kleinere Entwicklerstudios eine Hilfe sein dürfte.


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