Abo
  • Services:

Android: Cyanogenmod-Betriebssystem zeichnet Entsperrmuster auf

Ein Programmierer des Android-Betriebssystems Cyanogenmod hat eine Sicherheitslücke im Quellcode des Systems bemerkt. Nach einem kürzlich erfolgten Update wird das individuelle Entsperrmuster des Sperrbildschirms aufgezeichnet und auf dem Gerät gespeichert.

Artikel veröffentlicht am ,
Sicherheitslücke bei Cyanogenmod entdeckt
Sicherheitslücke bei Cyanogenmod entdeckt (Bild: Cyanogenmod)

Gabriel Castro vom Cyanogenmod-Team hat im Quelltext des alternativen Betriebssystems für Android-Geräte eine Zeile Code entdeckt, die offenbar das Entsperrmuster des Sperrbildschirms von Android aufzeichnet. Erst im August wurde dessen Funktion mit einem Update erweitert.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Bosch Gruppe, Reutlingen

Die Größe des Feldes wurde mit dem Update von 3 x 3 Punkten auf maximal 6 x 6 Punkte vergrößert, was komplexere Entsperrmuster möglich macht. Dabei wurde in die neue Passage im Quelltext auch eine Zeile eingebaut, die das Muster über die Anwendung logcat protokolliert.

  • Im Quelltext der Aktualisierung wurde scheinbar der Log-Befehl vergessen.
  • Im August hat das Team von Cyanogenmod den Entsperrbildschirm von Android auf maximal 6 x 6 Punkte erweitert. (Screenshots: Golem.de)
  • Normalerweise kann man das Entsperrmuster nur über 3 x 3 Punkte verteilen.
  • Der neue Bildschirm ermöglicht weitaus komplexere Muster.
Im August hat das Team von Cyanogenmod den Entsperrbildschirm von Android auf maximal 6 x 6 Punkte erweitert. (Screenshots: Golem.de)

Sicherheitslücke wurde beseitigt

"Ich bin wirklich überrascht, dass das niemandem aufgefallen ist", schreibt Castro im Kommentar zu dem von ihm jetzt durchgeführten Patch. Castro schlug vor, die betreffende Zeile einfach aus dem Code von Cyanogenmod zu entfernen.

Weitere Programmierer der Gruppe stimmten Castro in seiner Einschätzung zu und unterstützten die Entfernung der Zeile. "Ja, das sollte auf jeden Fall ausgebessert werden", schreibt beispielsweise Björn Lundén in den Kommentaren zu Castros Patch. Mittlerweile wurde Castros Änderungsvorschlag angenommen.

Hintergrund des Problems womöglich ein Versehen

Die Umsetzung des Log-Befehls in der veröffentlichten Version scheint eher auf einem Zufall als auf Absicht zu beruhen. Die Formulierung "log.v" im Quellcode weist auf den Verbose-Modus hin, mit dem interne Vorgänge eines Programmcodes detailliert protokolliert werden können. Dadurch werden beispielsweise neu hinzugefügte Programmteile auf Fehler überprüft.

Die log.v-Zeile könnte also einfach dazu gedient haben, die Funktion des erweiterten Sperrbildschirms zu überprüfen. Offenbar wurde die betreffende Zeile der Testversion anschließend übersehen, als sie zur finalen Version umgebaut wurde.

Die Programmierer von Cyanogenmod kompilieren für eine Vielzahl von Android-Geräten alternative Versionen des Android-Betriebssystems. Erst vor kurzem wurden die neuen Funktionen von Android 4.1.2 in die Nightly Builds von CM10 eingebaut.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Trockenobst 24. Okt 2012

Der "richtige" Weg beim Java ist das Linken mit einer Dummy-Library, die beim Aufruf von...

Trockenobst 24. Okt 2012

Ich habe mir nach dem Entsperren angewöhnt einmal mit zwei Fingern quer über das Display...


Folgen Sie uns
       


Rebble Pebble - Test

Pünktlich zur Abschaltung der Pebble-Server hat das Rebble-Projekt seine Alternative gestartet. Der Rebble-Server bringt Funktionen wie den Appstore und die Wetteranzeige in der Timeline zurück. Ganz perfekt ist der Ersatz aber noch nicht.

Rebble Pebble - Test Video aufrufen
Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Zukunft der Arbeit: Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat
Zukunft der Arbeit
Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat

Millionen verlieren ihren Job, aber die Gesellschaft gewinnt dabei trotzdem: So stellen sich die Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens die Zukunft vor. Wie soll das gehen?
Eine Analyse von Daniel Hautmann

  1. Verbraucherschutzminister Kritik an eingeschränktem Widerspruchsrecht im Online-Handel
  2. Bundesfinanzminister Scholz warnt vor Schnellschüssen bei Digitalsteuer
  3. Sommerzeit EU-Kommission will die Zeitumstellung abschaffen

    •  /